22. November 2010
Cageball ist eine moderne Fußballvariante, die auch bei schlechtem Wetter gespielt werden kann. Dabei wird das Spiel in einer Art Käfig ausgetragen.
Cageball wurde von dem deutschen Fußballtrainer Jörg Berger entwickelt. Sinn seiner Idee war, Fußball auch bei widrigen Wetterbedingungen spielen und trainieren zu können.
In vielen Teilen Deutschlands gibt es pro Jahr durchschnittlich 144 Regentage, wobei es teilweise zu heftigen Niederschlägen kommen kann. Oftmals ist dann an ein gutes Fußballspiel oder Training unter freiem Himmel nicht mehr zu denken. Mit Cageball wurde deshalb eine moderne Fußballvariante geschaffen, bei der auch bei schlechtem Wetter gespielt werden kann, da sich das Spielfeld in einer Art Käfig (Cage) aus Fangnetzen und Banden befindet. Jörg Berger, der die Idee zum Cageball hatte, bezeichnete es auch als Straßenfußball auf Rasen. Mit Cageball soll die technische Komponente des Fußballtrainings unterstützt werden. Durch das Agieren in einem Käfig wird das Spiel zudem rasanter und dynamischer.
Cageball ähnelt dem traditionellen Hallenfußball, aber es gibt es natürlich Unterschiede. Als Spielfläche dient ein Kunstrasenfeld. Dieses Feld wird von Banden umrahmt, die eine Höhe von einem Meter erreichen. Als Idealmaß für einen Cageball Court gilt eine Fläche von 23x15 Metern. Die Größe kann jedoch je nach Bauart der Sporthalle, in der Cageball ausgetragen wird, variieren, was jedoch keinen Einfluss auf die Dynamik und das Tempo des Spiels hat. Dabei ist es durchaus im Sinne des Erfinders, dass die Akteure mit der Bande spielen. Über der Bande befindet sich ein geschlossenes Netz, das dafür sorgt, dass der Ball immer im Spiel bleibt. Ein Ballaus, wie im herkömmlichen Fußball, gibt es also nicht, wodurch auch bestimmte Aktionen, wie zum Beispiel ein Einwurf, wegfallen. Auch Abseitsstellungen oder Torabstöße kommen beim Cageball nicht vor. Das hat den Vorteil, dass man nicht darüber zu diskutieren braucht, ob es einen Einwurf oder einen Eckball geben muss. Variabel sind auch die Tore, die sich je nach Spiellaune mit wenigen Handgriffen verkleinern oder vergrößern lassen.
Als Spielunterlage wird moderner Kunstrasen der neuesten Generation verwendet. Dieser eignet sich sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz. Bespielen lässt sich der Rasen mit ganz normalen Noppen- oder Hallenschuhen. Darüber hinaus hat der reißfeste, farbstabile und UV-beständige Kunstrasen durch seine weiche Beschaffenheit den großen Vorteil, dass das Verletzungsrisiko erheblich geringer ist als auf einem herkömmlichen Fußballplatz.
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