18. November 2010
Beachsoccer ist eine beliebte Fußball-Variante. Aber wie läuft ein Beachsoccer-Spiel ab?
Beachsoccer hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen, steht aber nach wie vor im Schatten des klassischen Fußballs. Der Ursprung dieser Strandsportart liegt in Brasilien. Dort trägt man bereits seit 1957 offizielle Beachsoccer-Turniere aus. Verbindliche Spielregeln gibt es jedoch erst seit 1992. Im Laufe der 90er Jahre fand Beachsoccer in immer mehr Ländern Verbreitung. Nachdem die Turniere großen Zuspruch erhielten, folgte im Jahr 1998 die Gründung der ersten Beachsoccer-Profiliga. Auch Weltmeisterschaften wurden bereits ausgetragen.
Prinzipiell läuft ein Beachsoccerspiel ähnlich ab wie ein klassisches Fußballspiel. So treten zwei Mannschaften gegeneinander an und am Ende gewinnt das Team, welches die meisten Tore erzielt. Es gibt jedoch einige Unterschiede zum herkömmlichen Fußball. So ist die Anzahl der Spieler deutlich geringer. Ein Beachsoccer-Team besteht aus vier Feldspielern und einem Torwart. Hinzu kommen noch maximal fünf Auswechselspieler. Auch bei der Spielzeit gibt es Unterschiede. Während ein klassisches Fußballspiel zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten hat, wird ein Beachsoccer-Spiel in drei Perioden unterteilt, die jeweils 12 Minuten dauern. Nach jeder Spielperiode findet ein Seitenwechsel statt. Auch die Spielbekleidung ist anders. Da Beachsoccer stets auf Sand gespielt wird, tragen die Spieler keine Schuhe. Sie dürfen aber dehnbare Fuß- oder Knöchelbandagen anlegen. Ansonsten trägt man ein Trikot und kurze Hosen.
Begonnen wird ein Beachsoccer-Spiel wie beim Fußball mit dem Anstoß. Dabei müssen die Spieler des gegnerischen Teams einen Abstand von mindestens fünf Metern wahren. Direkt aus dem Anstoß ein Tor zu schießen, ist nicht gestattet. Erst wenn der Ball eine volle Umdrehung gemacht hat oder in der Luft ist, darf ihn ein anderer Spieler spielen. Den Torhütern ist es nicht erlaubt, mit einem Abwurf ein direktes Tor zu erzielen.
Um das Spiel rasant zu gestalten, wurde die 5-Sekunden-Regel bei Standardsituationen eingeführt. Standardsituationen sind z.B. Freistöße, Eckbälle, Einwürfe oder Abwürfe, die der ballbesitzende Spieler innerhalb von fünf Sekunden ausführen muss. Kommt es zu einem Freistoß oder Strafstoß, muss ihn der gefoulte Spieler selbst ausführen. Wird eine gelbe Karte ausgesprochen, bedeutet dies für den betroffenen Spieler zugleich eine zweiminütige Zeitstrafe.
Steht es am Ende der Partie immer noch unentschieden, kommt es zur Verlängerung, die drei Minuten dauert. Dabei gilt das Golden Goal. Bleibt es beim Remis, wird ein Penaltyschießen ausgetragen, um den Sieger zu ermitteln.
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