18. November 2010
Als Rollstuhlbasketball bezeichnet man eine Behindertensportart. Die Regeln des Rollstuhlbasketballs lehnen sich an das klassische Basketball an.
Beim Rollstuhlbasketball handelt es sich um eine Behindertensportart, deren Regeln sich an das klassische Basketball anlehnen. Dabei fand in einigen Punkten eine Anpassung an die Anforderungen, die der Gebrauch eines Rollstuhls stellt, statt.
Ins Leben gerufen wurde Rollstuhlbasketball im Jahre 1946, als nach dem 2. Weltkrieg amerikanische Kriegsinvaliden trotz ihrer Behinderungen Basketball spielen wollten. In der heutigen Zeit spielt man Rollstuhlbasketball, dass auch von Nichtbehinderten ausgeübt werden kann, in ca. 80 Ländern. Seit 1960 gehört Rollstuhlbasketball zu den paralympischen Sportarten. Darüber hinaus findet alle vier Jahre eine Weltmeisterschaft statt, die vom internationalen Dachverband IWBF (International Wheelchair Basketball Federation) organisiert wird. Zu Beginn des Rollstuhlbasketballs war es nicht einfach, die Rollstühle sportlich zu nutzen. Doch mit der Zeit konnten spezielle Sportrollstühle entwickelt werden, die aus Flugzeug-Aluminium bestehen und sehr leicht und wendig sind.
Regeln und Ablauf eines Rollstuhlbasketballspiels sind ähnlich wie beim herkömmlichen Basketball. Ein Team setzt sich aus fünf Feldspielern sowie fünf bis sieben Ersatzspielern zusammen. Die Spielzeit beträgt 4 x 10 Minuten. Nach dem zweiten Viertel gibt es eine Pause von 15 Minuten. Genau wie beim klassischen Basketball kommt es zur Verlängerung, wenn nach der regulären Spielzeit noch kein Sieger feststeht. Die Dauer der Verlängerung beträgt fünf Minuten. Gespielt wird dann solange, bis ein Sieger feststeht.
Auch die Punktevergabe entspricht der Vergabe des Fußgängerbasketballs. So gibt es einen Punkt für einen erfolgreichen Freiwurf, zwei Punkte für einen erfolgreichen Wurf innerhalb der Dreipunktelinie und drei Punkte für einen Treffer von außerhalb der Dreipunktelinie. Ein Korb muss innerhalb von 24 Sekunden erzielt werden, da sonst das gegnerische Team das Spielrecht erhält. Während des Ballbesitzes muss der Basketball gedribbelt werden. Wenn ein Spieler jedoch mehr als zweimal am Greifring zieht, ohne dabei zu dribbeln, wird dies als Schubfehler gewertet, was dem Schrittfehler beim klassischen Basketball entspricht. Während des Spiels dürfen die Spieler den Boden der Spielfläche nicht mit ihren Füßen berühren. Innerhalb von acht Sekunden muss der Spielball in die gegnerische Spielhälfte gebracht werden. Genau wie beim herkömmlichen Basketball werden auch beim Rollstuhlbasketball Fouls geahndet. Nach dem 5. Foul muss der betroffene Spieler das Spielfeld verlassen.
Ausgetragen wird ein Rollstuhlbasketballspiel auf einem normalen Basketballfeld. Die Höhe der Körbe liegt, genau wie beim klassischen Basketball, bei 3,05 Metern.
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