American Football - Geschichte, Regeln und Ausrüstung

Beim American Football handelt es sich um eine Ballsportart, die aus den USA stammt. Dort gehört Football zu den populärsten Sportarten überhaupt. Die Wurzeln dieser Sportart liegen im Fußball und im Rugby. Lange Zeit galt American Football als reine Männersportart. Doch mittlerweile erfreut sich der interessante Ballsport auch bei Frauen großer Beliebtheit. Lesen Sie über die Geschichte, Regeln und Ausrüstung beim American Football.

Wissenswertes rund um Amercian Football

American Football (Amerikanischer Fußball) ist eine Ballsportart aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort erfreut sich Football großer Popularität. Seine Wurzeln liegen im Fußballspiel.

Prägende Jahre und Persönlichkeiten - die Geschichte des American Football

Entwickelt hat sich American Football im 19. Jahrhundert an den Colleges (Universitäten) der amerikanischen Ostküste. Zu dieser Zeit wurden dort sowohl Fußball, das in den USA als Soccer bezeichnet wird, als auch Rugby, aus dem wiederum der Fußballsport hervorgegangen ist, gespielt.

Als Geburtsstunde des American Football gilt der 6. November 1869. An diesem Tag spielten in New Brunswick, im US-Bundesstaat New Jersey, die Teams der Universitäten Rutgers und Princeton gegeneinander, wobei damals noch fußballähnliche Regeln galten.

American und Canadian Football

Die Regeln entspringen einem Kompromiss zwischen dem Team der Harvard-Universität und der Rugby-Mann
Die Regeln entspringen einem Kompromiss zwischen dem Team der Harvard-Universität und der Rugby-Mannschaft der McGill-Universität

1874 kam es zu einem Zusammentreffen zwischen dem Team der Harvard-Universität und der Rugby-Mannschaft der McGill-Universität aus dem kanadischen Montreal. Gespielt wurde dabei nach Kompromiss-Regeln. Dieses Spiel legte den Grundstein für die spätere Entwicklung des American Football und des Canadian Football.

Einheitliche Regeln wurden erst später getroffen, nämlich im Jahr 1876. Seitdem gibt es ein Regelwerk, das auch heute noch Bedeutung besitzt, auch wenn es immer mal wieder Änderungen zu einzelnen Normen gab.

Die Größe des Footballfeldes ist immer noch konform. Sie beträgt 100 x 53,34 Yards. Für Spielfelder in Deutschland gibt es keine entsprechende Umrechnung, ein Yard entspricht hier einem Meter.

Zu den bedeutendsten Football-Persönlichkeiten jener Zeit gehörte Walter Camp (1859-1925). Camp agierte an der Universität von Yale sowohl als Spieler, Funktionär und Trainer und prägte die Entwicklung des American Football bis 1925 in entscheidendem Maße.

Da ihm die bisherigen Regeln der Sportart nicht gefielen, machte er sich daran, neue zu entwickeln: So legte er die Anzahl der Spieler auf elf fest und führte das Down-System, den Snap vom Center sowie ein neues Punkte-System ein.

Seinem Einfluss ist es auch zu verdanken, dass die Angriffsformation so steht, wie man sie heute kennt: 7 Linemen an der Linie, 4 Linebacker im Hintergrund. Selbst die beeindruckende All-America-Mannschaft stellte Camp zusammen. Durch ihn wurden Footballspiele populär.

Durch diese neuen Regeln entstand schließlich der typische American Football. Darüber hinaus stellte Walter Camp ein All-America-Auswahlteam zusammen, das sogar vom amerikanischen Präsidenten geehrt wurde.

Die Ära der Profis und die Schattenseiten des Sports

1892 begann die Zeit der Profifootballer. Man spielte in Athletic Clubs. Für insgesamt 525 Dollar wurde William Heffelfinger in die gegnerische Mannschaft abgeworben, was seinerzeit in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgte. Ruhe kehrte wieder ein, als alle zuvor abgeschlossenen Wetten anuliert wurden und das Spiel die Bezeichnung "Freundschaftsspiel" erhielt.

Es gab jedoch auch Probleme, da American Football keine ungefährliche Sportart war. So kamen Jahr für Jahr mehrere Spieler durch die Keil-Formationen, die Flying Wedge genannt wurden, zu Tode. Obwohl die gefährliche Formation 1894 verboten wurde, gab es bis 1905 weitere achtzehn Todesfälle.

Schließlich erzwang Präsident Theodore Roosevelt (1858-1919) Regeländerungen, um das Spiel sicherer zu machen. 1912 nahm American Football dann seine moderne Form an. Durch die Einführung des Vorwärts-Passes wurde die Trennung zum Rugby endgültig vollzogen.

Die NFL

1929 kam es zur Gründung der Profi-Liga NFL (National Football League), die zunächst unter dem Namen American Professional Football Association agierte. In Europa dauerte es etwas länger, bis American Football Fuß fassen konnte. So entstanden erst 1978 in Düsseldorf und Frankfurt die ersten deutschen Vereine. Deutsche Meisterschaften werden seit 1979 ausgetragen.

O. J. Simpson

Einer der wohl bekanntesten Footballer ist O. J. Simpson, der als Schauspieler, aber auch im Mordprozess um seine getötete Ex-Ehefrau und deren Bekannten von sich Reden machte. Dieser Prozess galt als spektakulärer Schauprozess für oder gegen die Gerechtigkeit gegenüber Amerikanern afrikanischer Herkunft.

Auch wenn durch diese hochgradig emotionale Verhandlung Simpsons ehemalige sportliche Aktivitäten in den Hintergrund rückten, bleibt er Gewinner der Heisman Trophy, von der wohl jeder Angriffsspieler im Football träumt.

Regeln

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Regeln dieses Ballsports.

Die Mannschaft beim American Football

Beim American Football spielen zwei Mannschaften, die aus jeweils 11 Feldspielern bestehen, 4 mal 15 Minuten, wobei in Deutschland 4 mal 12 Minuten gespielt werden. Da es möglich ist, die Spieler bei jedem Spielzug auszuwechseln, dürfen immer diejenigen Athleten eingesetzt werden, die sich für den Spielzug am besten eignen. Die Anzahl der Auswechselspieler ist beliebig, sodass eine Mannschaft über bis zu 45 Akteure verfügen kann.

Ziel des Spiels

Das Ziel des Footballspiels besteht darin, den Ball, der im Gegensatz zum runden Fußball eiförmig ist, durch den Gewinn von Raum hinter die Grundlinie des Gegners gelangen zu lassen, um auf diese Weise Punkte zu erzielen.

Durch Laufen (running oder rushing) oder Werfen (passing) kann das Team, das sich im Besitz des Balls befindet:

  • Raumgewinn machen,
  • einen Touchdown erzielen, indem der Ball in der Endzone nach einem Pass gefangen wird, oder
  • ein Field Goal machen, indem der Ball durch die Torstangen gekickt wird.

Während ein Field Goal 3 Punkte bringt, werden für einen Touchdown 6 Punkte vergeben.

Extrapunkte

Verläuft ein Touchdown erfolgreich, hat die ballbesitzende Mannschaft die Gelegenheit durch einen zusätzlichen Kick durch die Vertikalstangen einen Extrapunkt zu machen. Es ist aber auch möglich, alternativ zu einem Schuss auf das Tor, einen neuen Spielzug einzuleiten, was man als Conversion bezeichnet. Für den Fall, dass dieser Spielzug zu einem erneuten Touchdown führt, werden zwei Punkte vergeben.

Aber auch das verteidigende Team (Defense) kann durch einen Safety Punkte erlangen. Wird der Ballträger der angreifenden Mannschaft (Offense) zurück in seine eigene Endzone gedrängt und dort zu Boden gebracht, was man als Tackling bezeichnet, bekommt die verteidigende Mannschaft zwei Punkte. Das Gleiche gilt für den Fall, dass der Ball in der Endzone des angreifenden Teams ins Aus gelangt.

Während des Spiels steht immer nur die Defense oder Offense eines Teams auf dem Spielfeld. Schafft es die Offense nach vier Versuchen nicht, einen bestimmten Raumgewinn zu erzielen, geht das Angriffsrecht auf die andere Mannschaft über. Gewonnen wird das Spiel am Ende von der Mannschaft, die nach Ende der Spielzeit die meisten Punkte erreicht hat.

Die Ausrüstung

American Football ist eine Sportart, bei der es auch schon mal etwas gröber zugeht. Man muss teils schon deutlich energischer gegen die anderen vorgehen, was deutlich weniger Auswirkungen hat, wenn man entsprechend gerüstet ist.

So übersteht man auch härtere Spiele mit heilen Knochen und anderweitigen Verletzungen. Je nachdem, in welcher Position gespielt wird, kann ein Spieler ein spezielles Ausrüstungsmerkmal erhalten.

Doch generell gilt für jeden Spieler: eine gründliche, fachkundige Beratung ist beim Kauf der Ausrüstung sehr wichtig. Der Verein gilt als erste passende Anlaufstelle; doch auch im Fachhandel findet man die nötige Unterstützung.

Zur Ausrüstung zählt zum einen der Helm. Gerade bei diesem sollte man nicht am falschen Ende sparen. Mittlerweile sind die Helme möglichst leicht gefertigt und bieten dabei trotzdem optimalen Schutz vor Verletzungen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch ein Gesichtsschutz, auch Facemask genannt.

Des Weiteren gehören Shoulderpads und Nackenschutz dazu. Sie bewahren den Spieler vor Blessuren durch Zusammenstöße, geben ihm aber dennoch ausreichend Bewegungsfreiheit. Beim Nackenschutz handelt es sich um eine weiche Rolle, die um den Hals gelegt wird. Der Einsatz ist eher optional, wird aber empfohlen.

Über diesen Schutzelementen wird das Trikot getragen. Die Football-Hose ist mit weiteren Polstern versehen; diese befinden sich an Oberschenkel, Hüfte und Knie. Ebenso gibt es Pads an der Steißbeinregion. Auch hier sind die Polsterungen optional - unbedingt empfehlenswert ist ein Unterleibsschutz.

Zu den weiteren Ausstattungsbestandteilen zählen die Footballschuhe. Sie müssen einen sicheren Halt geben, was durch spezielle Noppen gewährleistet werden kann. Auf Schraubstollen, die beim Fußball eingesetzt werden, muss jedoch verzichtet werden, da sie ein zu hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen.

Handschuhe zählen zu den optionalen Ausrüstungsmerkmalen. Für einen besseren Halt beim Fangen des Balls sind sie zu empfehlen. Zudem lässt sich durch das Tragen Verletzungen vorbeugen.

Der Football

Natürlich spielt besonders auch der Football eine entscheidende Rolle. Bekannt ist der Football auch unter dem Begriff "Pigskin", also Schweinehaut, aus der er häufig besteht.

Die Form

Auf den ersten Blick fällt die besondere Form eines Footballs auf. Im Unterschied zu der eines Fußballs ist er nicht rund, sondern oval. Die Enden laufen ellipsenförmig zusammen. Dies hängt damit zusammen, dass ein Football besondere Flugeigenschaften besitzen muss.

Während der Fußball nämlich mit dem Fuß bewegt wird, benutzt man für die Fortbewegung des Footballs die Hand. Entweder wird der Ball getragen oder geworfen.

Seine ideale Größe lässt ihn dabei besonders gut in der Hand des Spielers liegen. Beim Balltransport verhindert die typische Football-Form ein Wegrutschen. Beispielsweise, wenn er vom Spieler unter den Arm geklemmt wird.

Das Material

Der Football besteht grundsätzlich aus vier Einzelteilen, die durch Nähte miteinander verbunden sind. Das Material variiert.

Während es in einigen Ligen als Echtleder vorgeschrieben ist, können in anderen Ligen auch Kunststoff- oder Gummibälle verwendet werden. Spezielle Footballs besitzen Noppen, die das Greifen einfacher machen. Sie nennen sich Tackified-Footballs.

Inneres und Äußeres

Im Inneren besitzt jeder Football eine Luftblase, deren Abschlussnähte äußerlich erkennbar sind. Beim American Football sind dies acht an der Zahl. Sie sind weiß.

Farblich gibt es große Unterschiede der Footballs zueinander. In der Profiliga muss der Ball - bis auf seine weißen Nähte - einfarbig sein, in anderen Ligen ist dies nicht zwingend erforderlich.

Die für den American Football typischen Nähte dienen nicht nur der Abgrenzung zu anderen Football-Arten, sie sorgen außerdem für einen besseren Gripp. Der Canadian Football ist etwas größer als der American Football.

Zudem kennzeichnen ihn zwei durchgehende weiße Ringe. Der College Football besitzt hingegen zwei weiße Striche auf nur einer Seite des Balles.

Die Größe

Footballgrößen sind genormt. Der von der ersten Bundesliga für American Football in Deutschland beispielsweise darf zwischen 396,9 und 425,2 Gramm wiegen.

Sein Längsumfang schwankt zwischen 70,5 und 72,5 Zentimetern, der Querumfang zwischen 52,7 und 54 Zentimetern. Der Druck ist mit 0,86 bis 0,93 bar vorgeschrieben.

Preisklassen

Gute Footbälle sind übrigens nicht besonders teuer. Im Onlinehandel kosten sie im Schnitt um 30 Euro.

Football als Freizeitsport - Welcher Ball ist am besten geeignet?

Der Football ist ein Sportgerät, das während des Spieleinsatzes stark strapaziert wird. Eine möglichst lange Lebensdauer ist nur garantiert, wenn bei seiner Verarbeitung auf Qualität geachtet wurde. Wer sich beim Kauf vergreift und einen minderwertigen Football erwischt, kann das Pech haben, ihn auf dem Feld gar nicht zu erwischen, weil geplatzte Nähte ihn unförmig machen und seine Flugeigenschaften dann gleich Null sind.

Um im Footballspiel Höchstleistungen erzielen zu können, benötigt der Spieler ein gutes Ballgefühl. Und um dieses zu erzielen, benötigt er den richtigen Ball.

Griffig muss er sein, gut in der Hand liegen. Den Bodenverhältnissen angepasst und in der Größe perfekt.

Wer seinen Football vorwiegend im Außenbereich einsetzen möchte, wird ein Material auswählen, das Feuchtigkeit trotzt. Kunststoff beispielsweise oder Gummi. Außerdem behalten synthetische Footbälle auch bei schlechtem Wetter den nötigen Gripp.

Unterschiedliche Bälle, unterschiedliche Größen

Footbälle werden je nach Football-Art in unterschiedlichen Größen angeboten. Für Wettkämpfe müssen, anders als im Freizeitbereich, bestimmte Normen eingehalten werden. Je nach Altersgruppe variiert das Ballgewicht.

Junioren zwischen 11 und 14 Jahren beispielsweise benutzen die Größe FB7. Dieser Ball eignet sich auch hervorragend für Anfänger und für den Schulsport.

Soft-Footbälle mit geringerem Gewicht besitzen andere Flugeigenschaften, die es zulassen, bestimmte Wurftechniken zu erlernen. Ein besonders interessantes Modell unter den weichen Footbällen ist ein Trainingsmodell für Kinder, auf dem die richtigen Handpositionen farbig dargestellt sind.

Die passende Übungsanleitung gibt es übrigens gleich mit dazu. Bei der Herstellung dieser "Weicheier" wurde natürlich auch an Sicherheit gedacht. Ein Soft-Football verursacht keine Verletzungen.

Internet- oder Ladenkauf?

Wer sich einen Football zulegen möchte, wird überrascht sein vom großen Angebot, dass sich sowohl in Fachgeschäften als auch in Internetshops bietet. Letzterer kann mit günstigeren Preisen trumpfen, der Kunde hat allerdings den Nachteil, dass er den Ball höchstens auf dem Bild betrachten kann.

Besser ist es, ihn vor dem Kauf in die Hand zu nehmen und auf Unförmigkeiten zu untersuchen. Besonderes Augenmerk ist an den Nahtstellen geboten. Minderwertige Footbälle deformieren schnell, wodurch sich ihre Flugeigenschaften so vermindern, dass sie als "spieluntauglich" ausgemustert werden müssen.

Eine andere Schwachstelle beim Football ist das Ventil. Bei hochwertigen Modellen lässt es sich im Bedarfsfall austauschen. Eine Ballpumpe macht den Football wieder fit.

Ladiesfootball - American Football für Frauen

American Football war lange Zeit eine reine Männerdomaine
American Football war lange Zeit eine reine Männerdomaine

American Football wurde lange Zeit als reine Männersportart angesehen. In der heutigen Zeit ist Ladiesfootball jedoch ein beliebter Trendsport geworden.

Football wird nicht nur von Männern gerne betrieben, sondern auch zunehmend von Frauen, die, genau wie die Männer, Shoulderpad und Helm anlegen und sich in das Getümmel um das Ei stürzen. Allein in Deutschland gibt es ca. 20 Frauenteams, die in eine 1. und 2. Bundesliga eingeteilt werden.

Die deutschen Frauen spielen dabei nach nahezu den gleichen Regeln wie die Herren. Die Ausnahmen beschränken sich darauf, bei Bedarf die kleineren Jugendbälle zu verwenden und zu einseitige Spiele zu verkürzen, wenn ein Team mit mehr als 35 Punkten in Führung liegt (Mercy-Rule von 1997.)

Frauen nach vorn!

Lange Zeit hatte Deutschland im Frauenbereich sogar die führende Rolle. So war es in zahlreichen Ländern üblich, dass Frauen nur körperlose Varianten des American Football, wie Touch-Football oder Flag-Football, ausüben durften. Selbst in den USA, dem Mutterland des Football, war dies viele Jahre so. Während es in Deutschland bereits seit 1990 eine Damenliga gibt, ist dies in den Vereinigten Staaten erst seit dem Jahr 2000 der Fall.

Nach dem 2. Weltkrieg hielt American Football mit den amerikanischen Besatzungssoldaten auch Einzug in Deutschland. Für die Deutschen war diese Sportart zunächst sehr exotisch. So dauerte es bis in die späten 70er Jahre, bis in Frankfurt der erste deutsche American Football-Verein ins Leben gerufen wurde.

  • Den Frankfurter Löwen folgten weitere Clubs wie
  • die Munich Cowboys,
  • die Düsseldorf Panther,
  • die Berlin Bears und
  • die Bremerhaven Seahawks.

Die erste Damen-Football-Saison

Schließlich fand 1979 die erste deutsche Football-Saison statt. Mit der Gründung des Verbandes AFVD (American Football Verband Deutschland), im Jahr 1982, konnte sich American Football in Deutschland als Sportart etablieren. Ab 1986 begannen schließlich auch die Frauen mit dem Footballspielen.

  • Das erste Frauenfootballspiel wurde am 27. September 1987 zwischen den Berlin Adler Girls und einer westdeutschen Spielgemeinschaft ausgetragen.
  • Der regelmäßige Spielbetrieb der Damenliga begann 1989.
  • 1992 gab es in Bamberg das erste offizielle Damen-Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, den Ladies Bowl I, den die Bamberg Lady Bears gewannen.

Seither wurden zahlreiche weitere Lady Bowls ausgetragen und mittlerweile gibt es auch in Österreich und der Schweiz gute Frauenfootball-Teams.

Besonders groß ist die Resonanz jedoch in den USA und Kanada, wo Jahr für Jahr neue Teams entstehen, sodass der Aufwärtstrend des Damensports noch lange anhalten dürfte. 2010 fand mit der Women´s World Championchip in Stockholm auch die erste internationale Damenmeisterschaft im American Football statt.

Quellen:

  • Peter Kränzle und Margit Brinke: American Football verständlich gemacht. Regeln, Ausrüstung, Stars, Copress, 2006, ISBN 3767909294
  • Eberhard Bowy, Wolfram Knitter und Marcus Rosenstein: American Football. Vom Kick-off zum Touchdown, Weinmann, 2002, ISBN 3878920547
  • Bob Reade: American Footballtraining, Meyer & Meyer, 1996, ISBN 3891243340
  • Dieter Hoch und Holger Korber: Edition American Football: Die Geschichte der NFL. -Von den kleinen Anfängen bis zum Aufstieg zur größten Profiliga der Welt, "Huddle" Verlags GmbH, 2006, ISBN 3981139003
  • Jürgen Kalwa: Faszination American Football, Copress, 1995, ISBN 3767904624

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