11. Mai 2010
Viele Menschen führen ein Reisetagebuch. Wer gerne und häufig wandert, wird sich deshalb vielleicht dazu entschließen, ein Wandertagebuch zu führen. Gerade in der heutigen Zeit ist die Ursprünglichkeit des handschriftlichen Eintrags ein Kulturgut, das viele Menschen nach wie vor begeistert. Handschriftliche Einträge sind authentisch. Sie können rückwirkend nicht verändert werden und zeigen so ganz genau die Erlebnisse, die der Wanderer unterwegs hatte.
Ein Wandertagebuch kann zum Beispiel aus einem Notizbuch bestehen, in das der Wanderer am Abend die Erlebnisse des Tages notiert. Er beschreibt seine Tour und den Weg, notiert auf welchen Hütten er gespeist oder übernachtet hat und vermerkt auch die Erlebnisse am Wegesrand. Zu einer umfangreichen Beschreibung gehört auch die Wetterbeoachtung. Getrocknete Blumen, Hüttenbelege, die schönsten Fotos oder andere wertvolle Erinnerungsstücke runden das Wandertagebuch ab.
Mit den Jahren wird es so zu einem wahren Erinnerungsschatz. Doch es kann auch der Inspiration dienen, wenn der Wanderer zum Beispiel nach einer Tour sucht, die ihm besonders gut gefallen hat, und die er - vielleicht mit Freunden - noch einmal gehen möchte. Dann findet er die Besonderheiten und Gegebenheiten in seinem Wandertagebuch auch nach vielen Jahren noch verzeichnet und muss sie nicht erst wieder mühsam recherchieren.
Anhand des Wandertagebuchs lassen sich auch die zurück gelegten Kilometer und die benötigte Zeit für eine Wanderung mühelos wieder rekonstruieren. Wird die nächste Tour geplant, so kann das Wandertagebuch dabei helfen, zeitliche Abläufe und Routen zu planen. Denn ohne es zu notieren wird man zwar einige schöne Erlebnisse im Kopf behalten können, garantiert aber nicht jedes Detail einer erfolgten Wanderung.
Doch das Wandertagebuch dient auch der Entspannung. Wieder zuhause, kann darin wie in einem Album geblättert werden. So erinnert man sich an manch schöne Begebenheit und hält sie für immer fest. Doch auch auf der Wanderung selbst kann das Wandertagebuch viel Unterhaltung bieten. Ist man alleine unterwegs, kann man sich zum Beispiel an den Abenden auf der Hütte mit den Eintragungen beschäftigen. So vergeht die Zeit wie im Flug und ist sinnvoll genutzt. Doch auch eine Rast auf einer romantischen Almwiese kann für einen kurzen oder langen Eintrag, für das Festhalten von Emotionen und Gedanken zur Natur genutzt werden.
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