20. Mai 2011
Von Andreas Hadel
Laufen im Großstadtdschungel kann auf Dauer ziemlich eintönig werden. Gerade wenn wir in einer viel befahrenen Gegend leben, tendieren wir Läufer dazu, uns eine Strecke aus ruhigeren Nebenstraßen zusammen zu suchen und laufen diese tagein und tagaus ab. Geländeläufe bieten aber die Gelegenheit, unseren Bewegungsdrang grenzenlos auszuleben. Gerade jetzt, wo die warme Jahreszeit auf den Weg zu ihrem Höhepunkt ist, steht einem regelmäßigen Wochenendtrip in den Wald nichts mehr im Wege.

Alles, was Sie brauchen, ist das richtige Rüstzeug, um das Laufen in der freien Natur vollkommen genießen zu können. Die Ausrüstung für einen Geländelauf muss nicht unbedingt nagelneu sein und besteht im Wesentlichen nur aus wenig mehr als einem Paar Trailrunning-Schuhen, einem alten T-Shirt und Socken, die nie wieder weiß werden.
Die Lieblingsmarke Ihrer Straßenschuhe wird für diesen Sport nicht ausreichend sein. Trailrunning-Schuhe sind tiefer als Straßenlaufschuhe, haben eine härtere Zwischensohle, um die Bedingungen der Strecke besser kompensieren zu können. Sie bieten eine größere Knöchelunterstützung und haben mehr Seitenhalt und Flexibilität für unebenes. Dazu haben eine robuste, griffige Lauffläche. Läufer, die Gewässer durchqueren oder regelmäßig Schlamm im Gesicht haben, sollten Trail-Schuhe mit Entwässerungslöchern und wasserdichter Oberfläche tragen.
Geländeläufer nehmen die Wetterverhältnisse ernst und beschäftigen sich dementsprechend mit Ihrer Kleidung. Bei niedrigen Temperaturen greifen die Läufer zu mehreren Bekleidungsschichten: ein Unterhemd sowie ein langärmeliges T-Shirt. Eine atmungsaktive Kapuzenjacke ist ebenfalls wichtig. Bei warmem Wetter genügen Läufer-Shorts. Bei kaltem Wetter vergessen Sie die Strumpfhosen bitte nicht.
Leichte Handschuhe schützen die Hände vor Abschürfungen, falls Sie im Kies stürzen oder Ihnen unwirsches Gestrüpp in die Quere kommt.
Finden Sie, was für Sie passt: Wollmischungen, geschichtete Microfaser, Zehensocken. Wenn Sie Blasen bekommen, stülpen Sie das Innere der Socken nach außen. Ziehen Sie graue, braune oder schwarze Socken an, denn weiße Socken werden Sie nach einem Lauf nie mehr weiß bekommen.
Wanderwege führen oft von dunklen Wäldern hindurch zu sonnigen Lichtungen, daher machen Sonnenbrillen Sinn. Auch auf Strecken mit viel Schatten schützt die Brille die Augen vor Zweigen und hält den Schmutz von Ihren Augen ab. Orange Gläser funktionieren bei allen Lichtverhältnissen gut.
Zu einer Dehydration kommt es schneller in höheren Gefilden. Demnach sollten Sie immer Wasser dabei haben. Trinksysteme sind generell für lange Laufstrecken erforderlich. Trinkgurte eignen sich für kürzere Strecken. In den Gurten können Sie außerdem Energie-Gels, Energieriegel und ein Handy verstauen.
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