15. Juli 2010
Von Andreas Hadel
Ein 5-Kilometer-Lauf gehört nicht gerade zu den Distanzen, mit denen man bei Freunden und Bekannten Eindruck schinden könnte. Dennoch gibt es viele Gründe, diese Strecke im persönlichen Wettkampfkalender zu berücksichtigen. Wir nennen Ihnen sechs davon.
Wir alle sehen uns jeden Tag mit einer langen To-Do-Liste konfrontiert, die abgearbeitet werden will, wenn es im Job gut laufen und gleichzeitig das Familienleben nicht auf ein Minimum reduziert werden soll. Die 5-km-Strecke bietet hier den idealen Kompromiss. Sie ist lang genug, um von den positiven Folgen regelmäßigen Laufens zu profitieren und dennoch ist das Training für einen 5-km-Lauf kaum zeitintensiv. Mit rund 30 Minuten pro Laufeinheit kann man sich perfekt auf den Tag X vorbereiten und so trotz aller beruflichen und privaten Verpflichtungen ein Mitglied der großen Laufsport-Familie bleiben.
Wenn Sie schon einmal einen Marathon oder Biathlon mitgemacht haben, wissen Sie, dass dazu mehr gehört als regelmäßiges Laufen. Für diese Strecken muss man nicht nur das optimale Equipment wählen, sondern sich auch detailliert mit der eigenen Ernährung auseinandersetzen, um den Wettkampf und die zwingend notwendigen längeren Trainingsläufe gut überstehen zu können. Bei einem 5-km-Lauf tauchen Sie am Tag X rund 20 Minuten vor dem Startschuss auf, machen sich warm und sind je nach Leistungsniveau spätestens nach 45 Minuten im Ziel. Kein aufwendiger Equipment-Check oder Aufladen mit Kohlenhydraten. Ein 5-km-Lauf erlaubt es Ihnen, am Wettkampfbetrieb teilzunehmen, ohne dafür komplette Wochenenden opfern zu müssen.
Das ambitionierte Training für die Mittelstrecke ist weitaus intensiver, als eine Vorbereitung auf einen Marathon. Intervall-Läufe und Tempo-Training spielen bei der 5-km-Training eine wesentliche Rolle und führen letztendlich zu einem schnelleren und muskelschonenden Fettabbau.
Auf einer Strecke von 5 km können Sie ein viel höheres Tempo halten, als es zum Beispiel bei einem Marathon möglich wäre. Spritzigkeit und Durchhaltewillen spielen bei der Mittelstrecke eine große Rolle und das spiegelt sich auch in dem vielseitigen Training wieder. Wer sich als Langstreckenläufer auch regelmäßig auf 5-km-Läufe konzentriert, kann dadurch seine Laufeffizienz und -technik deutlich erhöhen.
Es ist ziemlich schwer, Strecken jenseits der 10-km-Marke abwechslungsreich zu gestalten. Gerade in dicht besiedelten Gebieten ist man als Läufer froh, wenn man sich eine Strecke zusammenstellen kann, die halbwegs vom Verkehr verschont ist, so dass man tatsächlich ohne Unterbrechung durchlaufen kann. Bei 5 km hat man jedoch deutlich größere Gestaltungsmöglichkeiten. Die relativ kurze Distanz lässt sich selbst in kleineren Ortschaften auf unterschiedlichen Wegen zurücklegen, so dass man regelmäßig trainieren kann, ohne jeden Tag den gleichen Baum passieren zu müssen.
Es ist ziemlich schwer, eine Entschuldigung zu finden, warum man nicht einen 5-km-Lauf absolvieren sollte. Immerhin braucht man dafür als halbwegs fortgeschrittener Läufer nur knapp 30 Minuten. Und die kann man in der Regel fast immer aufbringen.
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