3. Juli 2007
Beim Training auf nüchternen Magen ist der Fettstoffwechsel nur so lange aktiv, bis die Zuckerspeicher erschöpft sind. Nach dem Frühstück mit dem Sport zwei bis drei Stunden warten.
(IME/Frankfurt/Main) Die These, dass morgendliches Laufen vor dem Frühstück eine Extraportion Fett verbrenne, verweist Prof. Ingo Froboese von der Deutschen Sporthochschule in Köln in das Reich der Fitnessmythen. Sie beruhe auf einer Pseudo-Logik, so der Experte: Im Schlaf verbrennt der Körper zunächst Kohlenhydrate, die Fettspeicher sind hingegen beim Aufwachen sehr gefüllt. Da liegt die Vermutung nahe, dass man gleich nach dem Aufstehen loslaufen sollte, um dieses Fett gezielt umzusetzen. Aber beim Laufen auf nüchternen Magen ist der Fettstoffwechsel nur so lange aktiv, bis die Zuckerspeicher erschöpft sind. Denn Fette können nur befeuert durch die Kohlenhydrate verbrannt werden. Sobald kein Zucker mehr zur Verfügung steht, bricht die Leistung ein. Dieser Zustand tritt bei untrainierten Personen wesentlich früher auf als bei Trainierten. Nach dem Frühstück hingegen sind die Kohlenhydratspeicher gefüllt und der Körper kann ausdauernd belastet werden. Da es sich allerdings mit vollem Magen schlecht läuft, sollte man erst zwei bis drei Stunden nach dem Essen starten.
Vor allem für Anfänger ist daher Training vor dem Frühstück nur wenig sinnvoll. Wer jedoch unbedingt auf seinen Morgenlauf vor dem eigentlichen Frühstück nicht verzichten möchte, dem rät Froboese: Essen Sie eine Banane oder eine andere Kleinigkeit mit ähnlich schnell verdaulichen Kohlenhydraten und laufen Sie moderat, um die Belastung durchzustehen.
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