8. April 2010
Zum Klettern ins Ausland? Warum eigentlich nicht? Höhlenkletterer haben häufig das Problem, dass sie einfach keine schönen Locations für die Ausübung ihres Sports finden. Irgendwann ist jede größere Höhle einmal erkundet, so dass der Spaßfaktor mit der Zeit immer geringer wird. Spätestens dann lohnt es sich, über einen Kletterurlaub in einem anderen Land nachzudenken.
Höhlenklettern ist in Deutschland sehr populär. Aufgrund dieser Beliebtheit gibt es immer häufiger Probleme mit dem Naturschutz. Höhlen sind faszinierende und erhaltenswerte Phänomene, weshalb sich die Behörden einschalten, sobald ein Gebiet einfach zu stark frequentiert ist. Nicht selten sieht man Höhlen, die von Kletterern fast komplett zerstört wurden. Die Wände sind abgenutzt und von Löchern übersät. Manche davon sehen aus, als hätte man sie direkt aus einer Kletterhalle entnommen. Durch diese Veränderung des Gesteins ist die Statik der Höhle in Gefahr. Stoppt man den Klettertourismus nicht rechtzeitig, so besteht Einsturzgefahr.
In anderen Ländern der Erde hat man jedoch vom Höhlenklettern noch so gut wie überhaupt nichts gehört. Deshalb gibt es hier auch zahlreiche Höhlen, die dank ihrer Naturbelassenheit ein wahres Paradies für jeden Kletterer darstellen. Wer ans Meer fährt oder an einen großen See, hat zudem die Möglichkeit, direkt aus dem Boot aufzusteigen. Das ist nicht nur ein faszinierendes Erlebnis, es ist auch sehr beruhigend zu wissen, dass das Wasser den eigenen Körper im Falle eines Sturzes auffängt. Natürlich sollte man vorher sicherstellen, dass das Wasser an der jeweiligen Stelle auch tief genug ist.
Man kann jedoch auch im eigenen Land schöne Höhlen zum Klettern finden. Informationen erhält man zum Beispiel bei Kletterverbänden und Wandervereinen. Diese Institutionen sind darum bemüht, den Ansturm der Kletterer gleichmäßig zu verteilen, so dass die Natur keinen Schaden nimmt. Für den Kletterer selbst bedeutet dies, dass er in der Höhle nicht Schlange stehen muss wie an einer Supermarktkasse.
Auch der Kauf eines Höhlenführers lohnt sich durchaus. In solchen Büchern erfährt man nicht nur allerlei Wissenswertes über die einzelnen Höhlen, man wird auch darüber informiert, welche davon öffentlich zugänglich und zum Klettern freigegeben sind. Populäre Kletterführer sind zwar ebenfalls hilfreich, man sollte sich jedoch vor Augen halten, dass man hier weniger auf heiße Geheimtipps, sondern eher auf etwas überlaufene Höhlen stoßen wird.
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