Tibeterin holt olympisches Gold für China

Von Ingo Krüger
14. August 2012

Die erste olympische Medaille für Tibet überhaupt hätte die Geherin Qieyang Shenjie in London über 20 Kilometer gewinnen können, wenn sie denn für ihre Heimat hätte antreten können. So holte sie Bronze für China, das Tibet seit 1950 besetzt hält und 1966 als autonomes Gebiet in die Volksrepublik eingegliedert hat.

Die 21-jährige Qieyang erklärte Medien gegenüber, dass sie sich geehrt fühle, als erste Vertreterin der Tibeter an den Olympischen Spielen teilgenommen und eine Medaille gewonnen zu haben. Politische Fragen wollte die Geherin jedoch nicht beantworten. In ihrem Blog hatte sie jedoch kundgetan, dass sie vor der Abreise nach London der regierenden Kommunistischen Partei Chinas beigetreten sei.

Aufgrund ihrer Herkunft hatten sich am Streckenrand sowohl Fans mit einer chinesischen Fahne eingefunden als auch Exiltibeter, die die die Flagge ihrer Heimat schwenkten.