Zaumzeug

Die Kopfstücke vom Zaum lassen sich grundsätzlich in Einohrzaum und Stirnbandzaum einteilen

Das Zaumzeug dient dem Reiter dazu sein Pferd zu führen und in die gewünschte Richtung zu lenken. Dabei handelt es sich um einen Verbund aus einem Gebiss, Halfter und Zügel, der aus Leder oder synthetischen Lederersatzstoffen hergestellt wird.

Reitsport: Reiter auf Pferderücken, Parcoursreiten
Pferdebeine © Bernd_Leitner - www.fotolia.de

Zaumzeug dient der Führung und Lenkung von Reit- und Zugtieren (vorwiegend Pferden).

Zaumarten

Grundlage der Zäumung für Pferde ist der

  • Trensenzaum.

Dieser besteht aus Stirn- und Kehlriemen sowie einem Genickriemen, welcher hinter den Ohren verläuft und an dessen Ende das Gebiss befestigt ist. Die Zügel sind in den Ringen des Gebisses verschnallt. Zu den weiteren Arten gehören

  • Westernzaum
  • Einohrzaum
  • Kappzaum und
  • Fahrzaum

Reithalfter

Im klassischen Reitsport herrscht jedoch eine Kombination aus Trense und dem so genannten Reithalfter vor. Letzteres minimiert das Maulaufsperren und die Kaubewegungen des Pferdes. Und das Wichtigste: Die Zügelhilfen des Reiters sind wesentlich wirkungsvoller.

Es existieren verschiedene Varianten. Im Wesentlichen kommen hierzulande zum Einsatz: allen voran das

  • Kombinierte Reithalfter,

daneben nach wie vor das

  • Hannoversche
  • Mexikanische sowie
  • Bügelreithalfter

und natürlich

  • das Englische Reithalfter (unter der Kandare).

Als Sonderform existiert noch

  • das "gebisslose" Hackamore,

dessen Anwendung jedoch nur extrem guten und feinfühligen Reitern vorbehalten sein sollte.

Passform und Materialien

Entscheidend für die Einwirkungsmöglichkeiten des Reiters ist die richtige bzw. korrekte Verschnallung des Reithalfters: Sitzt das Reithalfter nämlich zu eng, ist das Pferd nicht in der Lage, die Hilfen des Reiters anzunehmen. Atmung und Maultätigkeit des Pferdes werden behindert. Eine alte Faustregel besagt: Zwei Finger sollten bequem zwischen Nasenriemen und Nasenrücken des Pferdes geschoben werden können. Nicht zuletzt aus der Kopfform des Pferdes lässt sich ableiten, welches Reithalfter die beste Wahl ist.

Beim Material für das Zaumzeug dominiert nach wie vor Leder - vor allem Rindsleder. In den letzten Jahren allerdings erfreuen sich synthetische Materialien immer größerer Beliebtheit. Dies liegt vor allem an ihrer größeren Pflegeleichtigkeit, breiteren Farbpalette und ihrer gutem Leder in nichts nachstehenden Haltbarkeit. Von der Wahl des "richtigen" Zaumzeugs profitieren beide: Reiter und Pferd.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Zaumzeug

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