13. Februar 2012
Der Tiefschutz ist Teil der Schutzausrüstung in diversen Sportarten. Seine Aufgabe besteht darin, die Genitalien des Sportlers vor Verletzungen zu schützen. Je nach Modell kann die in den Tiefschutz eingesetzte Schale vollkommen starr oder flexibel sein.
Der Tiefschutz ist wahrscheinlich aus einer Art Unterwäsche entstanden, die für das Radfahren entwickelt wurde. Seinen Ursprung hat der Schutz in den USA. Dort wird er auch als Jock oder Jockstrap bezeichnet, hierzulande ist der Tiefschutz auch unter dem Synonym Suspensorium bekannt.
Seine Machart gleicht einem Slip mit dem Unterschied, dass das Gesäß völlig frei liegt. Die Fixierung der beutelartigen Bandage erfolgt über zwei elastische Bänder, die zu einem ebenfalls elastischen Hüftband führen. In die Bandage kann eine Schale aus unterschiedlich starken Materialien eingesetzt werden.
Besonders stabile Schalen für den Tiefschutz bestehen aus Hartplastik. Sie sind völlig starr und schränken daher die Bewegungsfreiheit etwas ein. Flexible Schalen sind aus Schaumstoff gefertigt. Besonders hochwertige Schalen besitzen einen doppelten Cup, der eine optimale Stoßabsorption gewährleistet und im Innenteil mit Gel gepolstert ist. Dies sorgt für ein angenehmes Tragegefühl und vermeidet Scheuerstellen.
Da die Schalen des Tiefschutzes in der Regel eine einheitliche Größe besitzen, können gelgepolsterte Modelle zudem für einen individuell sicheren Halt sorgen.
Das Material der Bandage variiert. Es kann aus reiner Baumwolle oder aus Baumwoll-Polyester-Gemischen bestehen. Ebenso können Elasthananteile vorhanden sein. Häufig handelt es sich um Funktionsfasern, die für eine gute Atmungsaktivität und somit für einen optimalen Feuchtigkeitstransport sorgen. Qualitativ hochwertige Modelle sind zusätzlich mit einer antibakteriellen Ausstattung versehen. Häufig sind dies Silberionen, die in das Gewebe eingearbeitet wurden. Sie minimieren die Ansiedlung von Bakterien und damit den Schweißgeruch.
Das Tragen eines Tiefschutzes empfiehlt sich immer dann, wenn mit Stoß- oder Schlageinwirkungen auf den Unterleib gerechnet werden muss. Dies ist unter anderem in diversen Kampfsportarten der Fall. Selbst, wenn das Schlagen oder Treten unterhalb der Gürtellinie durch das jeweilige Reglement verboten sein sollte, kann es dennoch versehentlich zu Fehlschlägen kommen.
Auch in vielen Ballsportarten kommt der Tiefschutz zum Einsatz. Unter anderem sei in diesem Zusammenhang Baseball erwähnt. Verletzungen können nicht nur durch Kollisionen mit Mitspielern oder einen geschlagenen Ball auftreten. Auch der Baseballschläger stellt eine Gefahrenquelle dar.
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