7. Februar 2012
Ein Tachometer ist ein Gerät, das die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs misst und anzeigt. Diese kann durch eine Tachonadel auf einer Skala erkennbar sein, seltener kommen Balken- oder digitale Anzeigen in Betracht. Im Laufe der Zeit wurden unterschiedliche Funktionsprinzipien entwickelt.
Die ersten Tachometer wurden in Form von Drehzahlmessern in Textilmaschinen verwendet. Sie arbeiteten mechanisch und machten sich die Zentrifugalkraft zunutze. Gemessen wurde die Anzahl der Umdrehungen einer Tachowelle in einer bestimmten Zeit. Später wurde diese Art Tachometer auch auf Lokomotiven verbaut.
In der Praxis zeigte sich aber, dass Tachowellen einige Nachteile boten. Zum einen litten sie unter großem Verschleiß, zum anderen gaben sie die Messergebnisse oft nur ungenau wieder. Größere Reibung führte nämlich dazu, dass die Tachowelle nicht völlig rund lief und zu ruckeln begann.
Insbesondere auf Lokomotiven wurde die Tachowelle gegen einen Drehmelder ausgetauscht, bei dem es sich um einen Transformator handelte. Seine Aufgabe bestand darin, einen Wirbelstromtachometer anzutreiben.
Der Wirbelstromtachometer erzeugte durch die Rotation eines Magneten Wirbelströme. Vor dem Magneten befand sich eine Anzeige aus Aluminium, welche die Form einer Scheibe aufwies und mit einem Zeiger ausgestattet war. Durch eine Rückstellfeder wurde die Scheibe gesichert.
Je schneller der Magnet sich drehte, desto höhere Feldenergien entwickelten sich. Auch die Krafteinwirkung auf die Rückstellfeder nahm zu. Diese wiederum beeinflusste die Winkelauslenkung der Aluminiumscheibe. Auf einer Skala ließen sich relativ genaue Geschwindigkeitswerte ablesen. Das Gerät wurde auch als Drehmelder bezeichnet.
In der Vergangenheit wurden häufig auch Tachogeneratoren eingesetzt, die eine von der Magnetstärke abhängige Drehzahl lieferten. Unterscheiden ließen sich dabei Gleichspannungs- und Wechselspannungsgeneratoren. Der Vorteil des Tachogenerators war seine Robustheit. Ein Nachteil war, dass sich besonders langsame Rotationen nicht erfassen ließen.
Tachogeneratoren wurden zwischenzeitlich von Inkrementalgebern abgelöst. Dies sind Sensoren, die Lageveränderungen oder durch Drehbewegung ausgelöste Winkelabweichungen erkennen können. An jedem Rad von modernen Fahrzeugmodellen befindet sich ein Geber, der die Anzahl von Impulsen innerhalb eines bestimmten Zeitraums weitergibt. In der Fachsprache ist dies die Periodendauer zwischen Signalflanken.
Je nach Tacho-Modell lassen sich die Zeiger gleichmäßig von einem Schrittmotor bewegen, dem Temperatureinflüsse nichts ausmachen. Die Anzeige der Messwerte kann für sich allein oder in Verbindung mit anderen Anzeigen an sogenannten Kombiinstrumenten erfolgen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
20.04.11 | |
![]() | TACHOMETER |
21.01.11 | |
![]() | TACHOMETER |
10.01.11 | |
![]() | TACHOMETER |
21.10.10 | |
![]() | TACHOMETER |
29.04.10 | |
![]() | TACHOMETER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Tachometer Forum

