17. Januar 2012
Wer professionelle Schwimmwettbewerbe verfolgt, der sieht, dass die Athleten bei den Rennen meist spezielle Schwimmbrillen tragen, die sich optisch deutlich von den Taucherbrillen unterscheiden, mit denen die meisten Amateure schwimmen gehen. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen kann im Extremfall sogar über Leben und Tod bestimmen.
Wenn man ganz korrekt ist, dann muss man eine Taucherbrille eigentlich als Tauchermaske bezeichnen, weil diese auch den Bereich der Nase abdeckt und damit die Bedingungen für eine Einstufung als Maske erfüllt.
Eine Schwimmbrille ist hingegen eine Sportbrille, die sich lediglich über die Auge legt, wobei sie den Bereich rund um die Augen genau wie eine Taucherbrille mit Hilfe einer Dichtung aus Gummi luftdicht abschließt.
Die Unterscheidung, ob die Nase mit von der Brille abgedeckt wird, kann lebenswichtig werden. Bei Taucherbrillen kann man mit seiner Nase den Bereich rund um die Augen mit Luft füllen. Dies gleicht den Unterdruck aus, der entsteht, wenn der Wasserdruck von außen stetig zunimmt. Würde der Druckausgleich nicht durchgeführt werden, wie es bei einer Schwimmbrille der Fall ist, falls man diese zum Tauchen im Wasser tiefer als zwei Meter verwendet, könnten Blutgefäße in den Augen platzen, sich im Extremfall sogar die Netzhaut ablösen, was im schlimmsten Fall sogar zum Ertrinken des Tauchers führen kann, da dieser Vorgang sehr schmerzhaft ist und ihn das Bewusstsein kosten könnte.
Oft wird gefragt, ob diese Gefahr auch beim Tragen einer sogenannten Schwedenbrille gegeben ist. Die Antwort lautet: Ja. Denn die Schwedenbrille ist eigentlich nichts anderes als eine besondere Schwimmbrille, die darauf abzielt, den Widerstand im Wasser auf ein Minimum zu reduzieren, damit der Schwimmer so schnell wie möglich vorwärts kommen kann.
Die Schwedenbrille besteht nur aus zwei Hartplastikschalen, die mit einem dünnen Gummiband zusammengehalten werden. Anders als die Schwimmbrille hat sich am Außenrahmen der Hartplastikschalen keine Dichtung. Sie sitzt stattdessen eng auf der Haut neben dem Auge.
Das Gummiband wird im Laufe seiner Benutzung porös und sollte aus diesem Grund regelmäßig ausgetauscht werden.
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