27. Dezember 2011
Schienbeinschützer sind bereits mehrere tausend Jahre alt. Zu Beginn ihrer Geschichte wurden sie von Soldaten getragen, die sich vor Schwertschlägen ihrer Gegner schützen wollten. Obwohl sich die Technik und der Anwendungsbereiche im Laufe der Jahrtausende verändert haben, ähnelt die Funktionsweise der heutigen Modelle noch immer der ihrer Vorfahren. Auch die Kriterien, nach denen die Schienbeinschoner ausgesucht werden, haben sich kaum verändert.
Grundsätzlich ist es die Aufgabe der Schienbeinschützer, stumpfe Gewalteinwirkung auf das Schienbein abzufedern, um dadurch Prellungen oder Knochenbrüche zu verhindern. Generell kann man bei der Funktionsweise der einzelnen Modelle jedoch unterscheiden, ob diese sicher mit einer dauerhaften Belastung rechnen müssen, wie es zum Beispiel in Kampfsportarten der Fall ist oder aber, ob dies möglicherweise auftretende Gewalteinwirkungen verhindern müssen, wie es beim Fußball der Fall ist. Dies hat direkten Einfluss auf die Frage, wie flexibel ein solcher Schützer sein darf. Je sicherer es ist, dass die Beine eines dauerhaften Schutzes bedürfen, desto größer, stabiler und auch unhandlicher sind die Protektoren. So sind beispielsweise bei Cricket-Spielern die gesamten Beine mit Metall- oder Kunststoffschonern geschützt, während Fußballer mit wesentlich kleineren und handlicheren Modellen auskommen, die ihnen freie Bewegungen gestatten und die in der Regel aus einer Kunststoff-Schaumstoff-Mischung gefertigt sind.
Das erste Kriterium beim Kauf von Schienbeinschützern dreht sich deshalb logischerweise auch um die Frage, für welche Sportart diese dienen sollen. Geht es darum, dass die Beine wie bei den Soldaten der antiken Armeen möglichst gut geschützt sein müssen, oder soll der Schützer zwar Schutz, aber auch Bewegungsfreiheit gestatten? Im Zweifelsfall ist es ratsam, seinen Trainer zuvor um Hilfe zu bitten. Hat man diese Frage geklärt, so ist das wichtigste Kriterium beim Kauf schlechthin das Gefühl. Die Schützer müssen getestet werden und sich für den Träger gut anfühlen. Ein Stück weit gewöhnt man sich zwar im Laufe der Zeit an das Gefühl, bestimmte Schienbeinschoner zu tragen, doch wer sich vom ersten Moment an unwohl fühlt, der wird in der Regel niemals glücklich. Experten beweisen dies gerne mit dem Beispiel der Profi-Fußballer. Diese tragen oft jahrelang ihre alten Schienbeinschoner, mit denen sich wohl fühlen und das, obwohl sie problemlos neuere Modelle bekommen könnten, die sie zusätzlich wesentlich besser schützen könnten. Denn ein negatives Tragegefühl hemmt die erfolgreiche Ausübung von jedem Sport.
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