17. Januar 2012
Rückenbandagen sollen stark beanspruchte oder geschädigte Wirbelsäulenabschnitte stützen und angrenzende Muskelgruppen vor Fehlbelastungen bewahren. Bei der Auswahl kommt es auf eine gute Passgenauigkeit ebenso an wie auf das Material und die Verarbeitung.
Rückenbandagen können unterschiedliche Aufgaben besitzen. Allen gemein ist die stabilisierende Wirkung, die sie auf bestimmte Wirbelsäulenabschnitte ausüben sollen. Diese variiert je nach Material.
Relativ weitmaschig gewebte und natürliche Materialien besitzen eine hohe Atmungsaktivität, die besonders bei körperlicher Aktivität, bei längerer Tragedauer oder bei Positionierung in Achselnähe von Vorteil ist. Dafür besitzen diese natürlichen Materialien aber leider nur eine geringe Stützwirkung. Enthält die Rückenbandage beispielsweise einen hohen Baumwollanteil, bietet sie ein recht angenehmes Hautgefühl.
Die benötigte Elastizität erhält die Bandage aber erst durch einen gewissen Anteil dehnbarer synthetischer Materialien. Eine besonders hohe Stützfähigkeit bieten Rückenbandagen aus Neopren.
Manchmal kommt es aber hauptsächlich auf die wärmende Wirkung der Bandage an, die Stützfunktion spielt dann nur eine untergeordnete Rolle. Rückenbandagen, die einen hohen Wollanteil besitzen oder mit Heizelementen ausgestattet sind, verhindern Unterkühlungen der Muskulatur und minimieren damit Muskelverspannungen. In die neuesten Modelle sind Phasenwechselmaterialien integriert.
Damit eine Rückenbandage die gewünschte Wirkung erzielt, muss sie gut passen. Einige Modelle werden in Einheitsgrößen angeboten. Sie sind preiswerter als konfektionierte Bandagen, erfüllen ihre Stützfunktion aber nur bedingt. Eine zu weite Bandage kann die Wirbelsäule nicht stabilisieren. Ist die Bandage zu eng, schnürt sie den Körper ein. Im schlimmsten Falle schadet sie mehr, als dass sie dem Träger nützt.
Vor dem Kauf empfiehlt sich das genaue Ausmessen der jeweiligen Körperregion. Wer unsicher ist, kann sich im Sanitätshaus oder beim Orthopäden beraten lassen.
Auch die Verarbeitung spielt bei der Auswahl einer Rückenbandage eine große Rolle. Da sie meist über einen längeren Zeitraum getragen wird und ihre Anschaffung recht kostenintensiv ist, sollte sie nach Möglichkeit eine lange Lebensdauer besitzen. Hierzu zählen unter anderem sauber verarbeitete Abschlüsse, die auch nach mehrmaliger Benutzung nicht splissen.
Nähte sollten sauber vernäht sein, damit sie nicht reißen, aber auch keine Druckstellen auf der Haut hinterlassen. Im besten Fall ist die Bandage waschbar.
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