10. Januar 2012
Der Lebensretter schlechthin bei Wasserunfällen ist nach wie vor der Rettungsring. Dieser existiert in zwei Formen: Mit oder ohne Leine. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die vom Rettenden sowie dem Einsatzort abhängen.
Der größte Vorteil des Rettungsrings mit Leine ist seine einfache Handhabung. Die Leine dient als Führung. Dies bedeutet, der Ring kann notfalls mehrfach ausgeworfen und zudem auch sehr leicht wieder eingeholt werden. Aus diesem Grund schreibt man den Ringen mit Leine auch zu, sie seien sehr schnell einsatzbereit. Faktisch ist damit gemeint, dass sie schnell beim Opfer sind, das gerettet werden muss. Allerdings hat der Einsatz von einem Rettungsring mit Leine auch einen entscheidenden Nachteil: Der Einsatzradius ist sehr begrenzt und entspricht höchstens der Länge der Leine. Weit entfernte Opfer können auf diese Weise nicht gerettet werden.
Dieser Nachteil des Ringes mit Leine ist der große Vorteil der Ringes ohne Leine. Er kann auch weit ausgeworfen werden. Zudem sind solche Rettungsringe fast überall vorhanden und bedeuten keine Eigengefährdung für den Retter, wenn das Opfer in seiner Panik beispielsweise zu stark an der Leine ziehen würde. Der größte Nachteil des Rettungsrings ohne Leine ist jedoch seine schwierige Handhabung. Jeder Wurf muss sitzen. Wird der Ring zu einem weit entfernten Opfer geworfen, verfehlt diesen jedoch beträchtlich, so kann dies fatale Folgen haben. Aus diesem Grund braucht man viel Übung im richtigen Umgang mit dem Rettungsgerät.
Generell kann man recht einfach unterscheiden, wann ein Rettungsring mit Leine und wann ein Ring ohne Leine zum Einsatz kommt. Auf großen Schiffen gibt es zwar die Modelle mit Leine, doch gängig sind die Ringe ohne. Denn wenn es zu einem Schiffsunglück kommt, müssen die Ringe gewaltige Distanzen überbrücken. Zudem könnten sich Leinen an Trümmerteilen verhaken oder von anderen Opfern dazu benutzt werden, um selbst gerettet zu werden. In Schwimmbädern findet man dagegen fast nur Ringe mit Leinen, denn durch die begrenzte Fläche des Bades fällt das Problem des begrenzten Einsatzradiuses weg, zudem ist im Schwimmbad meist nur eine Person in Not. Eine Gefährdung durch andere Opfer besteht nicht.
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