Hohes Verletzungsrisiko bei Stürzen - Ein Helm gehört beim Reiten dazu

Reitsport: Reiter auf Pferderücken, Parcoursreiten
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  • von Paradisi-Redaktion

Während in vielen Sportarten auch im Amateur- und Hobbybereich das Bewusstsein für das notwendige Tragen von Helmen steigt, scheint sich dieser Trend bei Reitern nur zögerlich durchzusetzen. Radfahrer, Bergsteiger, Kajakfahrer und Skifahrer sind nur wenige von vielen Beispielen, wo eine schützende Kopfbedeckung zum Standarderscheinungsbild der Sportler gehört. Und obwohl Reiter mit einem lebenden und eigenständig denkenden Wesen zu tun haben, verdrängt eine besorgniserregend hohe Anzahl von Pferdeliebhabern das Verletzungsrisiko.

Reiten gehört wie das Motorradfahren zu den Aktivitäten, wo Verletzungen kleinerer Größenordnung nicht gerade selten sind. Wer seinen Zivildienst im Krankenhaus ableistet kann einschätzen, wie häufig gebrochene Schlüsselbeine und ein morgendlicher Ausritt Hand in Hand gehen können.

Die Gefahr nicht unterschätzen

In der Regel fällt es uns nicht schwer, das Motorradfahren als potentiell gefährlich einzustufen. Immerhin bewegt man sich mit einer hohen Geschwindigkeit und hat dabei im Prinzip nicht viel dem rasenden Boden im Falle des Falls entgegenzusetzen.

Die gleiche Charakterisierung trifft aber auch auf das Reiten zu. Nur glauben wir all zu gern, dass wir unser Pferd durch und durch kennen und es gut einzuschätzen wissen. Aber selbst das ruhigste Pferd hat seinen eigenen Kopf und geht damit auch mal durch.

Alles was es braucht, ist ein ungewohntes Geräusch oder irgendetwas, dass die Aufmerksamkeit des Tieres stört. Und plötzlich finden Sie sich im Sand wieder, oder im schlimmeren Fall auf blankem Asphalt. Erfahrene Trainer erinnern deshalb Reitanfänger in gebetsmühlenartiger Regelmäßigkeit, dass ausnahmslos jedes Pferd durchgehen kann.

Auch erfahrene Reiter benötigen einen Helm

Bei Sportpferden ist das Risiko ungleich höher. Sie sind gut trainiert und verfügen über die körperlichen Fertigkeiten einen Reiter mit Leichtigkeit aus dem Sattel zu befördern. Sportpferde sind in der Regel auch geistig hellwach und können zuweilen unerwartet eigensinnig agieren.

Wenn Sie sich für einen guten Reiter halten und das Tragen eines Helms eher als lästiges Übel ansehen, dann machen Sie sich bewusst, dass selbst elitäre Reiter, die in ihrer Disziplin zur internationalen Spitze gehören, von ihren Pferden fallen. Und deshalb vollkommen bewusst den Helm aufsetzen.

Und dennoch gibt es noch immer viele Amateur- und Hobbyreiter, die sich gegen die schützende Kopfbedeckung wehren. Sie sei zu heiß, unbequem zu tragen und außerdem sähe es uncool aus. Die Ausreden sind so vielfältig wie die Charaktere unserer Pferde.

Interessanterweise steigt das Verletzungsrisiko mit zunehmender Reiterfahrung. Denn je besser Sie reiten, um so größere "Vorfälle" braucht es, um Sie aus dem Sattel zu hieven. Das heißt, wenn Sie fallen, dann gibt es einen triftigen und sehr gefährlichen Grund dafür.

Risiken bewusst machen

Vergessen Sie nie, dass bereits ein einziger Sturz ausreicht, um Verletzungen mit permanenten Auswirkungen zu erleiden. Das Tragen eines Helmes kann dafür sorgen, dass Sie anstatt eines Schädelhirntraumas nur leichte Kopfschmerzen haben.

Wir haben nur einen Kopf. Und auf den müssen wir gut aufpassen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Pferdebeine © Bernd_Leitner - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom

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