16. Januar 2012
Durch das Tragen eines geeigneten Mundschutzes lassen sich Verletzungen, aber auch Keimübertragungen vermeiden. Auf Tragekomfort muss jedoch häufig zugunsten der Sicherheit verzichtet werden.
Je nach Einsatzgebiet hat der Mundschutz unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Im Sport dient er dem Schutz von Zähnen und Kieferknochen, in der Medizin vermeidet er Tröpfcheninfektionen. Wird er als Atemmaske in kontaminierten Gebieten eingesetzt, reinigt er die Einatemluft von schädigenden Partikeln. Ein Mundschutz wird stets präventiv zur Vermeidung gesundheitlicher Schädigungen getragen. Hierbei kommt es leider auch zu Nachteilen.
Der im Sport eingesetzte Mundschutz soll Schläge und Stöße abfangen und dadurch den Zahn- und Kieferbereich schützen. In der Regel besteht er aus zwei Schichten. Die weichere Schicht dient als Polster und dämpft die Krafteinwirkung, die härtere Schicht stabilisiert den unteren Gesichtsbereich.
Der Grad des Schutzes ist abhängig von der Stärke und vom Material beider Schichten. Je dicker die weiche Schicht und je stabiler das Material der harten Schicht sind, desto höher ist der Schutzgrad.
Allerdings kommt es mit zunehmender Sicherheit auch zu Beeinträchtigungen des Sportlers. Zum einen wird ein dickerer Mundschutz als störend empfunden, unter Umständen verhindert er das vollständige Schließen der Lippen. Zum anderen treten Kommunikationsprobleme zwischen den Sportlern auf, da nur ein ungenaues Sprechen möglich ist.
Hinzu kommt, dass durch Verschiebungen im Gesichtsbereich die Nasenatmung erschwert wird. Da Sportler teilweise auch dann Getränke zu sich nehmen, wenn sie einen Mundschutz tragen, erhöht sich das Risiko der Keimbildung, sofern der Mundschutz nicht regelmäßig gereinigt wird.
Besonders in der Medizin kommt es auf die Keimfreiheit des Mundschutzes an. Aus diesem Grunde handelt es sich in den meisten Fällen um einmal verwendbare Modelle, die nach dem Gebrauch vernichtet werden. Sie bestehen aus Zellstoff, Papier oder Textil. Je fester der gesamte Mund- und Nasenbereich umschlossen werden, desto sicherer ist die Schutzfunktion des Mundschutzes.
Allerdings kann es unter ihm zum Wärmestau kommen, wodurch das Wohlbefinden des Trägers beeinträchtigt wird. Auch Kommunikation und Atmung werden behindert. Wird der medizinische Mundschutz mehrfach verwendet, besteht auch nach fachgerechter Reinigung immer das Restrisiko einer Keimübertragung.
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