10. Januar 2012
Motorradstiefel haben die Aufgabe, den Motorradfahrer vor Verletzungen im Fuß-, Knöchel- und Wadenbereich zu schützen. Hierzu sind sie mit diversen Protektoren und Verstärkungen ausgestattet. Die verwendeten Obermaterialien können variieren, wobei im Sommer ein atmungsaktives Material bevorzugt wird, während Motorradstiefeln im Winter eher eine wärmende Funktion zukommt.
Motorradstiefel müssen diversen Ansprüchen des Motorradfahrers gerecht werden. Vor allem sollen sie den Fuß vor Verletzungen schützen und ihm einen guten Halt geben. Dazu sind sie mit unterschiedlich starken Protektoren ausgestattet. Wichtig ist aber auch die wärmende Funktion. Kalte Füße sind nicht nur häufigste Ursache für Erkältungskrankheiten, sie führen auch dazu, dass sich der Motorradfahrer unwohl fühlt. Aufgrund einer verkürzten Muskulatur ist der kalte Fuß nicht mehr so beweglich, der Fahrstil verliert an Sicherheit.
Gleichzeitig muss ein guter Motorradstiefel das Eindringen von Nässe in den Innenschuh verhindern. Dies ist insbesondere im Winter wichtig, weil ein nasser Fuß schneller friert. Motorradstiefel aus Rindsleder sollten so behandelt sein, dass das Material Nässe abweist. Die in jeder Jahreszeit wichtige Atmungsaktivität behalten sie dennoch, da ihre Poren durch die Lederbehandlung nicht vollständig verschlossen werden. Zusätzlich sind Motorradstiefel für den Winter mit einem Futter versehen, das den Fuß wärmt. Dieses kann aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen.
Besonders hochwertige Motorradstiefel besitzen eine Klimamembran, die für ein angenehmes Hautklima sorgt. Dies kann eine Gore-Tex-Ausrüstung sein. Gore-Tex-Stiefel sind teurer als textilgefütterte Motorradstiefel, allerdings bieten sie beim Motorradfahren einen besonderen Komfort. Zudem ist das Material sehr strapazierfähig, so dass es sich um eine langfristige Anschaffung handelt.
Für den Sommer sind Motorradstiefel aus Gore-Tex-Geweben nur bedingt geeignet. Bei sehr hohen Temperaturen würde der Fuß trotz Klimamembran überhitzen. Einige Motorradfahrer entscheiden sich für Leinenturnschuhe, die allerdings aufgrund des fehlenden Schutzes keine Alternative zu Motorradstiefeln sind. Besser geeignet sind ungefütterte Modelle aus echtem Leder, welches durch seine Poren Feuchtigkeit transportieren kann. Eine besondere Flexibilität besitzen Motorradstiefel, die aus einzelnen Lederteilen zusammengefügt wurden. Die Nähte müssen selbstverständlich gut verarbeitet sein.
In jeder Jahreszeit ist es wichtig, dass der Motorradfahrer frühzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt wird. Deshalb bieten die Hersteller nicht nur Motorradjacken und -hosen, sondern auch die unterschiedlichsten Modelle von Motorradstiefeln mit farbigen Kontrasteinsätzen und Reflektoren an.
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