21. Dezember 2011
Moderne Lungenautomaten arbeiten mit zwei Stufen, die den Druck des Atemgases regulieren. Zusätzlich lassen sich an den meisten Lungenautomaten diverse Zubehörteile anbringen, die unter Umständen über das Leben des Tauchers entscheiden entscheiden.
Ein wichtiges Zubehörteil am Lungenautomaten ist der Oktopus. Seinen Namen erhielt er aufgrund der großen Ähnlichkeit mit dem Gemeinen Kraken. Statt vieler Fangarme besitzt der Oktopus einen zweiten Schlauch für die Druckluft und einen zweiten Atemregler, über den im Notfall ein weiterer Taucher mit Atemluft versorgt werden kann. Außerdem kann er alternativ eingesetzt werden, falls der Hauptatemregler ausfällt. Der Oktopus arbeitet wie eine zweite Stufe am Lungenautomaten. Beide Atemregler unterscheiden sich durch ihre Farbgebung, der Oktopus ist neongelb. Beide Atemregler werden an der ersten Stufe befestigt. Möglich ist auch, dass jeder Atemregler eine eigene erste Stufe erhält, die beide über getrennte Flaschenventile an der Druckluftflasche verankert werden. Letztere Variante erhöht die Sicherheit für den Fall, dass die erste Stufe einmal ausfallen sollte. Dennoch wird der Oktopus hauptsächlich in warmen, relativ sicheren Gewässern benutzt. In kalten und gefährlicheren Gewässern wird mit Luftversorgungssystemen getaucht, die unabhängig voneinander arbeiten. Dies erhöht sowohl die Anschaffungskosten als auch das Gewicht der Ausrüstung.
Ein weiteres Zubehörteil ist der Inflator, der als eine Art Luftpumpe fungiert. Er verbindet die Tarierweste mit der ersten Stufe und füllt sie mit Druckluft oder ausgeatmeter Luft beziehungsweise lässt diese wieder ab. Der Inflator besteht aus einem Mitteldruck- und einem Faltenschlauch, zwei Ventilen und einem Mundstück.
Die Tarierweste trägt unter anderem die Druckluftflasche. Sie lässt sich mit Druck- oder ausgeatmeter Luft füllen und gibt dem Taucher einen gewissen Auftrieb, den er selbst regulieren kann. Man spricht vom Austarieren. Rettungswesten sind Tarierwesten aber nicht. Damit der Druck der Atemluft präzise eingestellt werden kann, muss er genauestens gemessen werden. Dies geschieht mit einem besonderen Manometer, das als Finimeter bezeichnet wird. Das Finimeter ist an der ersten Stufe des Lungenautomaten befestigt. Es besitzt eine aufgerollte Röhre, die sich durch Druckluft ausdehnt und einen Zeiger aktiviert, welcher die genauen Messdaten an eine Skala weitergibt.
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