15. Dezember 2011
Neben der Stabilisierung des Fußes zählt die Dämpfung zu den Hauptaufgaben des Laufschuhs. Wer zum Laufen über längere Distanzen Schuhe ohne Dämpfungssystem benutzt, riskiert Fuß- und Gelenkbeschwerden, die chronisch werden und selbst alltägliche Bewegungsabläufe massiv einschränken können. Besser ist es, einen an die anatomischen Besonderheiten des Körpers angepassten Laufschuh auszuwählen.
Nicht bei jedem Läufer besitzt das Dämpfungssystem des Laufschuhs eine hohe Priorität. Wer über keinerlei Fehlstellungen im Bewegungsapparat und gesunde Muskeln, Sehnen und Gelenke verfügt, kann durchaus mit einem nur wenig gedämpften Schuh zurechtkommen. Schließlich besitzt der Körper ein ganz eigenes Dämpfungssystem innerhalb des Fußbereiches. Dies ist die natürliche Pronation. Sie bezeichnet die Abfederung beim Aufprall des Fußes durch ein minimales Einknicken nach innen.
Anders als beim Gehen reicht diese natürliche Dämpfung beim Laufen allerdings nicht aus, weil auf die Gelenke etwa das Dreifache des Eigengewichts wirkt. Also profitiert auch ein gesunder Läufer von einem leichten Dämpfungssystem in seinem Schuh. Zu stark sollte es nicht gewählt werden, da ansonsten Beschwerden im Bereich der Achillessehne auftreten können. Wer über- oder unterproniert, wird ein stärkeres Dämpfungssystem wählen.
Ebenfalls werden diejenigen Läufer auf eine stärkere Dämpfung setzen, die auf hartem Untergrund laufen, beispielsweise auf asphaltierten Strecken. Ursache hierfür ist, dass ein harter Boden keinerlei Federung aufweist. Die beim Laufen entstehenden Kräfte kann er also nicht abfangen, sie werden gänzlich auf den Fuß übertragen. Weicher Waldboden oder ein kurzer Rasen hingegen stellen ebenfalls eine Art eigenes Dämpfungssystem dar.
Laufschuh-Hersteller bieten unterschiedliche Dämpfungssysteme an. Die Zwischensohle kann aus Schaumgummi, PU oder einem Ethylen-Venylacetat-Gemisch bestehen. Ebenso können mit Gas gefüllte Luftpolster, Silikon-, Gelkissen oder Schockabsorber aus Gummi eingebracht sein. Besonders hochwertige Laufschuhe besitzen spezielle Karbonfaserkonstruktionen. Möglich sind diese Federungsmechanismen im Vorder-, Mittel- oder im Fersenbereich. Seltener findet man sie im gesamten Sohlenbereich. Auch die Einarbeitung mehrerer Luftpolster innerhalb einer Sohle hat sich bewährt. Einige Hersteller verbinden diese durch Strömungskanäle, in denen die Luft innerhalb des Bewegungsablaufs zirkulieren kann. Allerdings sind luftgepolsterte Schuhe relativ schwer. Die bessere Alternative stellen Gelpolster dar, die zudem auch sehr langlebig sind.
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