14. Dezember 2011
Beim Laufen kommt es nicht nur auf die richtige Verarbeitung der Laufjacke an. Auch die Textilien, die unter ihr getragen werden, müssen verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Ihre Auswahl ist abhängig von der Beschaffenheit der jeweiligen Laufjacke, von der Witterung und natürlich auch vom individuellen Kälteempfinden des Läufers.
Die beste Laufjacke kann ihre Funktionen nicht erfüllen, wenn der Läufer unter ihr die falsche Ausstattung trägt. Dann nämlich staut sich die Wärme, der Schweiß klebt innerhalb kurzer Zeit auf der Haut. Und trotz einer perfekten Laufjacke wird dem Läufer unangenehm kalt. Dies macht ihn nicht nur empfänglicher für eine Erkältung, kalte Muskeln dehnen sich auch nicht. Typische Sportverletzungen, wie Zerrungen und Bandscheibenbeschwerden, sind durch eine falsche Laufbekleidung vorprogrammiert.
Je nach Außentemperatur und individuellem Kälteempfinden wird der Läufer die Schichten seiner Laufbekleidung unterschiedlich auswählen. Während er im Hochsommer ausschließlich mit dem Laufshirt und ganz ohne Laufjacke auskommen kann, wird er in der Übergangszeit unter der Jacke ein Laufshirt tragen. Im Winter kommt er eventuell nicht ohne Unterwäsche aus. Noch einmal sei erwähnt: Alle Schichten der Bekleidung sollten atmungsaktiv sein, weil nur eine durchgehende Atmungsaktivität für ein gutes Hautgefühl sorgt.
Natürlich entscheidet auch die Ausstattung der Laufjacke, wie viel und welche Bekleidung der Läufer unter ihr trägt. Bei Laufjacken, die aufgrund ihres dichten Gewebes ohnehin sehr gut wärmen, reicht es häufig, nur eine Lage unterzuziehen. Selbst, wenn die Temperaturen sich nahe der Nullgrenze bewegen. Bei dünneren Geweben kann das traditionelle "Zwiebelprinzip" angebracht sein. Der Läufer kleidet sich in mehreren Schichten, wobei sich zwischen diesen ein Luftpolster bildet, welches den Wärmehaushalt reguliert.
Besonders bei kaltem Wetter sollte der Läufer daran denken, dass der Körper beim Bewegen Energie produziert. Diese Energie drückt sich unter anderem durch das Schwitzen aus. Ein zu stark schwitzender Körper ist im Winter mindestens so krankheitsanfällig wie ein zu stark frierender, weil der Schweiß eine kühlende Eigenschaft besitzt. Grundsätzlich geht man davon aus, dass das Hautgefühl beim Laufen optimal ist, wenn der Läufer leicht friert, nachdem er aus der Haustür getreten ist.
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