12. Dezember 2011
Kopfverletzungen sind nicht nur im beruflichen Alltag oder Straßenverkehr Folge von Unfällen. Auch bei vielen Sportarten ist der Kopf gefährdet. Das Tragen eines Kopfschutzes kann vor schwerwiegenden Verletzungen schützen, die im schlimmsten Fall tödlich enden könnten.
Stürze, Schläge, Tritte oder Stöße auf den ungeschützten Kopf führen häufig zu Schädelverletzungen, bei denen das Gehirn mit betroffen ist. Schädel-Hirn-Traumata sind bei Menschen unter 40 Jahren die häufigste Todesursache. Meist sind sie Folge von Verkehrsunfällen, aber auch Sportunfälle können Auslöser sein.
In einigen Sportarten ist das Tragen eines Kopfschutzes vorgeschrieben, in anderen Sportarten kann der Sportler selbst entscheiden, ob er den Kopf schützt. Natürlich wird es nicht überall angebracht sein, einen Helm oder ein Lederpolster zu verwenden, manchmal können diese sogar hinderlich sein. Ein Kopfschutz sollte immer dann zum Einsatz kommen, wenn der Kopfbereich Tritten oder Schlägen anderer Sportler, Kollisionen, harten Balltreffern oder Stürzen ausgesetzt sein kann. Dabei gilt: Je höher die potentielle Krafteinwirkung auf den Kopfbereich, desto stabiler muss der Kopfschutz sein.
Der Kopfschutz für Sportler kann aus Hartplastik, Leder, Kunstleder oder Materialkombinationen bestehen. Diese Materialien fangen von außen einwirkende Kräfte ab und mindern damit die Energie, die auf die Schädeldecke beziehungsweise auf das Gehirn des Sportlers wirkt. Für eine zusätzliche Dämpfung sorgen spezielle Polsterungen, mit denen der Kopfschutz ausgestattet sein kann. Heute kommen meist Schaumstoffe zum Einsatz, früher wurde Rosshaar verwendet. In bestimmten Kampfsportarten reicht der Schutz bis über das Jochbein, um Frakturen desselben zu vermeiden.
Während in einigen Sportarten das Tragen eines Kopfschutzes selbstverständlich ist, wird es in anderen Sportarten leider noch als unsportlich angesehen. Insbesondere sei die Diskussion um die Helmpflicht bei Radfahrern erwähnt. Obwohl nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2010 über 65.000 Radfahrer bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, 381 von ihnen starben, zweifeln Politiker, Verbände und auch Radfahrer selbst an der Umsetzung einer Helmpflicht. Vielmehr wird die Verantwortung vom Radfahrer auf andere Verkehrsteilnehmer und auf den Wegebau abgeschoben. Doch wer an seiner Sicherheit interessiert ist, sollte im Zweifel immer einen Helm tragen. Nicht nur beim Radfahren.
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