Die Geschichte des Kompasses

Goldener Kompass auf einer Weltkarte
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  • von Paradisi-Redaktion

Der Kompass ist ein Gerät zur Richtungsbestimmung. Man unterscheidet verschiedene Arten. Normalerweise zeigt eine Kompassnadel nach Norden, in China wurde einstmals ein Südweiser benutzt.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Die ersten Kompasse waren Magnetkompasse, die sich am Magnetfeld der Erde orientierten. Sie richteten sich nach dessen Nordrichtung aus, so dass sich alle anderen Himmelsrichtungen ableiten ließen. Später kamen andere Kompassarten hinzu.

Der nasse Kompass

Erste Erkenntnisse über die Besonderheiten des Erdmagnetfeldes wurden in Europa in der Antike erzielt. In China weiß man davon seit der Zeit der Streitenden Reiche. Dort wurde zunächst ein Magnetkompass-Modell entwickelt, dessen schwimmende Nadel Richtung Süden zeigte. Dies war der Beginn für die Entstehung weiterer Kompassformen, die zusätzliche diverse Einteilungen erhielten. Die Chinesen sprachen im 11. Jahrhundert von Erdzweigen, die mit 64 Himmelsrichtungen gleichzusetzen waren.

Auch in Europa gab es den sogenannten nassen Kompass, der insbesondere in der Seefahrt zum Einsatz kam. Der Engländer Alexander Neckam erwähnte ihn um 1187. Wahrscheinlich hat die Entwicklung des europäischen Kompasses nichts mit dem aus China gemein. Weitere 100 Jahre später ließ sich der nasse Kompass bei den Arabern belegen.

Der trockene Kompass

Im Jahr 1269 erfand man den trockenen Kompass. Die Magnetnadel schwamm nicht mehr im Wasser, sondern bewegte sich auf einem Stift. Seinen Ursprung hatte auch er in der Seefahrt. Sein vermeintlicher Erfinder war Flavio Gioia, der aus der italienischen Stadt Amalfi stammte. Ende des 13. Jahrhunderts kam in der Seefahrt die Windrose hinzu.

Kombination

Die Kombination von trockenem Kompass und Windrose spiegelte sich in einem stationären Gerät, welches um 1400 von den Europäern in Schiffen verbaut wurde. Ab sofort war eine viel präzisere Navigation möglich. Der heutzutage eher als Maler des 15. Jahrhunderts bekannte Ingenieur Leonardo da Vinci erkannte eine weitere Verbesserung in der Aufhängung des Kompasskastens in einer Kardanischen Konstruktion.

Um 1600 konnte sich diese Idee in ganz Europa durchsetzen, was der europäischen Seefahrt zu großem technischen Fortschritt verhalf. In China kam der trockene Kompass erst im 16. Jahrhundert auf. Man übernahm ihn aus Spanien und Portugal. Außerdem war der Kompass bereits im 13. Jahrhundert Orientierungshilfe im Bergbau.

Grundinformationen und Hinweise zu Kompassen

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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