24. November 2011
Kniebandagen haben die Aufgabe, das Kniegelenk zu stabilisieren, Sehnen, Bänder und Muskelgruppen zu führen und zu unterstützen. Zudem kann ein wärmender oder kühlender Effekt erwünscht sein. Bei der Auswahl der Kniebandage kommt es auf die Art der Verletzung oder auf das Ziel der Prävention an.
Kaum ein anderes orthopädisches Hilfsmittel wird in so großer Auswahl angeboten wie die Kniebandage. Der Fachhandel unterscheidet nach Kniestützen mit und ohne Patellaöffnung, Kniebandagen mit seitlicher Führung, Kniebändern, Kniestützen mit Ring- oder Röhreneinlagen, Bandagen mit Klettverschluss und solchen zum Überziehen, Wickelbandagen, um nur einige zu nennen. Da fällt dem Laien die Auswahl oft schwer. Doch so mannigfaltig wie das Angebot an Kniebandagen ist, so verschiedenartig kann die Art der aufgetretenen Knieverletzung sein. Stauchungen und Prellungen benötigen andere Kniebandagen als Sehnenverletzungen. Das wichtigste Kriterium vor dem Kauf einer Kniebandage sollte immer die eindeutige Lokalisierung der Knieverletzung sein.
Werden Kniebandagen präventiv eingesetzt, wählt man sie unter anderem nach der Sportart aus, in der sie getragen werden sollen. Kniebandagen für Volleyball- und Handballspieler unterscheiden sich von denen für Leichtathleten, sie besitzen eine spezielle Polsterung.
Weiterhin wird von einer Kniebandage ein guter Halt erwartet, der nur gewährleistet ist, wenn die Bandage richtig angepasst wurde und das Material ein hochwertiges ist. Viele Kniegelenkbandagen werden in Einheitsgrößen angeboten. Sie erfüllen ihren Zweck, doch leider nicht besonders gut. Zumindest sollten im Längenverhältnis der Kniebandage der obere Beinumfang, der untere Beinumfang und nach Möglichkeit auch der Umfang des Kniegelenkes angegeben sein. Sitzen Bandagen zu weit, dann rutschen sie nämlich. Zu enge Bandagen schnüren das Bein ein und behindern die Durchblutung.
Ebenso sorgfältig sollte die Auswahl des Materials erfolgen. Bandagen mit einem zu geringen Anteil an elastischen Materialien leiern schnell aus und können bereits nach dem ersten Waschen unbrauchbar sein. Ist der Anteil des synthetischen Materials hingegen zu hoch, kann die Atmungsaktivität der Bandage leiden. Das Knie beginnt zu schwitzen, die Bandage verrutscht. Gute elastische Bandagen besitzen einen Baumwoll- oder Zellwollanteil von etwa 50 Prozent.
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