29. November 2011
Jagdschuhe gehören zur Ausrüstung des Jägers, werden aber auch von anderen Personengruppen gern getragen. Grund dafür sind ihre besonderen Eigenschaften. Damit der Jagdschuh lange einsatzfähig bleibt, sollte er regelmäßig gepflegt werden.
Jagdschuhe zeichnen sich durch spezielle Eigenschaften und eine hohe Qualität aus. Die Obermaterialien sind witterungsbeständig und robust, damit sie den Gegebenheiten im Gelände Stand halten. Ein Jagdrevier ist in der Regel mit oberflächlichen Baumwurzeln, Ästen und Dornengestrüpp durchzogen, welches den Jäger nicht verletzen soll. Trotzdem muss ein guter Tragekomfort gewährleistet sein. Bei der Herstellung kommen hochwertige Leder-, Synthetik- oder Synthetik-Leder-Ausstattungen zum Einsatz, wobei Gore-Tex-Ausrüstungen eine besondere Rolle für das Fußklima spielen. Die Anforderungen an die wärmende Funktion unterscheiden sich je nach Jahreszeit. Winter-Jagdschuhe sind häufig mit Wollfilz, Lammfell oder Synthetikfuttern ausgestattet. Viele Hersteller setzen ausschließlich auf ökologische Materialien und verarbeiten diese traditionell per Hand.
Die Sohle des Jagdschuhs zeichnet sich durch eine hohe Tritt- und Abriebfestigkeit aus. Sie besteht in der Regel aus profiliertem Gummi. Je nach Einsatzgebiet werden zusätzliche Anforderungen an den Jagdschuh gestellt. So muss er im sumpfigen Gelände außerordentlich wasserdicht, auf Geröll und Eis besonders rutschfest und obendrein in jedem Gelände möglichst lautlos sein. Bei guten Jagdschuhen wird die Sohle per Hand mit einer Zwienaht am Schaft befestigt.
Der Jagdschuh ist extremen Belastungen ausgesetzt. Soll er lange halten, benötigt er eine regelmäßige Pflege. Am besten reinigt man den Schuh nach jedem Einsatz. Insbesondere Nässe gefährdet die Langlebigkeit eines Jagdschuhs. Sie macht das Leder stumpf, hart und brüchig. Ein nasser Lederschuh muss getrocknet werden, aber keineswegs am Ofen oder in der Sonne. Am besten geschieht dies in einem gut durchlüfteten Raum. Zuvor empfiehlt es sich, von der Sohle und vom Außenmaterial sämtlichen Schmutz mit klarem Wasser und einer Bürste restlos zu entfernen. So lassen sich auch eventuelle Wasserränder beseitigen. Erst nach vollständigem Durchtrocknen kann eine Lederpflege aufgetragen werden oder bei synthetischen Materialien eine Behandlung mit Imprägniermitteln erfolgen. Für die Pflege der Zwienähte stehen spezielle Pasten zur Verfügung.
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