29. November 2011
Ballettschuhe sind das wichtigste Ausstattungsutensil des Balletttänzers. Ohne sie wäre eine gute Fußarbeit unmöglich. Damit der Ballettschuh seinen Anforderungen gerecht wird, muss seine Auswahl sorgfältig erfolgen.
Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Ballettschuhs ist seine Passgenauigkeit. Ist der Schuh zu schmal, engt er den Fuß ein, insbesondere den kleinen Zeh. Dies ist schmerzhaft und kann dauerhafte Deformierungen nach sich ziehen. Ein zu breiter Schuh hingegen umschließt den Fuß nur unzureichend und lässt das Gefühl für den Ballettboden verloren gehen. Viele Modelle werden für unterschiedlich breite Füße angeboten.
Auch in der Länge muss der Ballettschuh passen. Bei der Materialauswahl ist zu beachten, dass Leder eine gewisse Dehnbarkeit besitzt, auf Dauer also nachgeben wird. Leinen- oder Satin-Ballettschuhe dehnen sich kaum. Kinderfüße wachsen schnell. Daran sollten sie durch zu eng sitzende Schuhe nicht gehindert werden. Man rechnet eine Fingerbreite zur Fußlänge des Kinderfußes hinzu, damit der Ballettschuh optimal sitzt.
Zur richtigen Passform gehört auch die richtige Länge des Schuhblattes. Preiswerte Ballettschuhe sind häufig mit relativ kurzen Blättern ausgestattet, was vor allem beim Strecken des Fußes hinderlich ist. Und letztlich muss der Ballettschuh auch an der Ferse gut sitzen. Ist diese sehr kurz geschnitten, rutscht der Fuß schnell aus dem Schuh. Ist der Rand zu eng eingefasst, scheuert der Ballettschuh und verursacht Blasen.
Aus welchem Material der Ballettschuh besteht, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Grundsätzlich besitzen Leder, Leinen und Satin Vor-, aber auch Nachteile. Für Kinderfüße sind Leder-Ballettschuhe besser geeignet. Zum einen schmiegen sie sich an den Fuß weicher an, zum anderen "wachsen" sie eine Zeit mit dem Kinderfuß.
Im Gegensatz zu Gymnastikschuhen besteht die Sohle von Ballettschuhen in der Regel aus Chromleder, da es eine gute Gleitfähigkeit auf dem Ballettboden besitzt. Dies gewährleistet eine gute Fußarbeit, wodurch die Muskulatur gekräftigt wird. Gerade für Anfänger und Kinder ist eine durchgehende Sohle zu empfehlen, da die Fußarbeit eine besondere Priorität besitzt. Fortgeschrittene greifen gern zu geteilten Sohlen, welche die Beweglichkeit des Fußes optimieren.
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