21. September 2010
Implantate sind eine erprobte Methode einen Zahnersatz, wie Brücken oder Kronen, fest im Mund zu verankern. Die künstliche Zahnwurzel wird in den Kieferknochen fixiert und hält dort über Jahre. Um eine lange Lebensdauer des Zahnimplantates zu sichern, ist eine gute Pflege sehr wichtig.
Besonders die Langlebigkeit von Implantaten sprechen für eine solche Versorgung. Grundvoraussetzung für eine lange Lebensdauer des Implantates ist eine erfolgreiche Einheilung. Bei korrekter Mundhygiene und wenn keine Überbelastung erfolgt kann ein Implantat mindestens 10 Jahre in der Mundhöhle verbleiben. Wird das Implantat gut gepflegt und frei von Entzündungen gehalten, ist die Lebensdauer kaum eingeschränkt. Im Vergleich zu anderen Zahnersätzen, wie Brücken oder Kronen, kann das Implantat in Sachen Lebensdauer durchaus überlegen sein.
Die Lebensdauer von Implantaten wird also enorm von der Mundhygiene und Pflege beeinflusst. Durch Zahnfleischentzündungen kann sich eine tiefe Infektion bilden, welche zum Knochen führt. Diese Bakterienverschleppung in die Tiefe nennt man Periimplantitis. Durch diese wird das Implantat gefährdet und muss unter Umständen frühzeitig entfernt werden.
Wer glaubt normales Zähneputzen alleine reicht, um das Zahnimplantat ausreichend zu pflegen der irrt. Ein Implantat benötigt intensivere Pflege, weit über die eigene Mundhygiene hinaus. Schon wegen der anatomischen Unterschiede zwischen natürlichem Zahn und Implantat ergibt sich die Notwendigkeit intensiverer Pflege. Der Zahn ist fest mit dem umliegenden Zahnfleisch verbunden. So können weniger Bakterien eindringen als beim Implantat. Beim Zahnimplantat liegt das Zahnfleisch lockerer an und bietet somit eine Angriffsfläche für Bakterien und somit Entzündungen. Wichtig ist eine optimierte, auf das Implantat abgestimmte Zahnpflege. Diese muss Beläge und damit Bakterien um das Implantat und von den Zähnen entfernen. Besondere Aufmerksamkeit sollte man dem Übergang von Zahnfleisch zum Implantat schenken. Hier sollte es durch die intensive Pflege nicht zu Ablagerungen kommen. Die Putztechnik entspricht der, wie auch bei normaler Mundhygiene. Es sollte allerdings nur mit wenig Druck geputzt werden. Durch zu hohen Druck kann es zu Zahnfleischbluten und Entzündungen des Implantatbettes kommen. Empfehlenswert ist eine professionelle Betreuung durch einen Zahnarzt in Form von zum Beispiel einer professionellen Zahnreinigung oder Prophylaxebehandlung. Diese Maßnahmen entfernen auch hartnäckige Beläge von Zähnen und Implantaten.
Für eine optimale Reinigung der Zähne und des Implantates sollte eine Handzahnbürste mittlerer Härte verwendet werden. Auch der Bürstenkopf sollte nicht zu groß sein, um auch schwer zugängliche Stellen im Mundraum zu erreichen. Die Borsten sollten abgerundet sein, um das empfindliche Zahnfleisch nicht zu verletzen. Dies gilt auch beim Einsatz einer elektrischen Zahnbürste.
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