Kaputter BH-Verschluss? So wird ein Modell mit Schnürung daraus

Auch teure BHs haben ihre Schwächen. Und manchmal verabschiedet sich der Verschluss schon dann, wenn der Rest noch absolut in Ordnung ist. Dennoch muss das gute Stück nicht in den Müll wandern, denn mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich auch ein BH mit kaputtem Verschluss wieder reparieren oder umstylen.

Wir stellen Ihnen zwei Varianten vor, mit denen Sie aus Ihrem kaputten BH ein neues Modell zaubern können

Welche BHs lassen sich umstylen?

Der Verschluss eines BHs geht natürlich nur selten kaputt. Doch wenn das passiert, dann ist es natürlich nicht weniger ärgerlich. Aber auch in so einem Katastrophenfall muss man seinen BH nicht sofort entsorgen.

Vor allem wenn es sich um ein teures Stück handelt, oder um ein Modell, das sich durch besonderen Tragekomfort auszeichnet wäre das nämlich extrem ärgerlich. Am besten nutzt man die Situation aus, und macht aus einem herkömmlichen BH einfach einen BH zum Schnüren. Doch für diese Art des Umstylings ist leider nicht jeder BH geeignet.

  • Modelle, mit einem extrem schmalen Rückenband oder BHs, mit einem Rückenband aus einem dünnen, netzähnlichen Material sind für die Umarbeitung zu einem Schnür-BH nur bedingt geeignet.
  • Ideal sind hingegen alle BHs mit einem breiten Rückenband aus "robustem" Stoff.

Wie wird ein Modell mit Schnürung daraus?

Im Prinzip gibt es zwei Wege, wie man aus einem BH mit einem herkömmlichen Verschluss einen BH zum Schnüren machen kann. Wobei jede der beiden Variante sowohl Vor- als auch Nachteile hat.

  1. Zunächst einmal schneidet man das Rückenband auf beiden Seiten ein Stück ab. Oft reicht es schon, wenn nur der Teil entfernt wird, an dem sich der Verschluss befindet.

    Auf keinen Fall sollte man zu nah an die Stellen kommen, wo die Träger befestigt sind. Nicht nur des Halts wegen, sondern auch deswegen, weil man den Stoff des Rückenbandes umnähen muss. Das ist wichtig, damit das Material später einmal robust genug ist, um die Schnürung "aushalten" zu können.

  2. Das Umnähen des Stoffes erledigt man am besten mit einer Nähmaschine, da die Nähte damit schön gleichmäßig und stabil werden.

  3. Ist das erledigt, kann man auf beiden Seiten ein, zwei oder drei Löcher stanzen. Wie viele Löcher in das Rückenteil eingestanzt werden können, das hängt natürlich von der Breite des Rückenbandes des BHs ab. Damit die Löcher später durch das Schnüren nicht aufreißen oder ausfransen können, stanzt man mit einer Ösenzange Ösen in die Löcher.

  4. Jetzt braucht man nur noch ein Band durch die Ösen auf beiden Seiten zu fädeln und schon ist der Schnür-BH fertig. Zarte Satinbänder in der passenden Farbe zum BH sind besonders gut für diesen Zweck geeignet.

Der große Nachteil der Schnür-BHs ist es, dass man entweder Hilfe beim Anziehen benötigt oder man den fertig geschnürten BH über den Kopf anziehen muss.

Zweite Variante

Die zweite Variante ist da deutlich unkomplizierter zu handhaben. Um die anzufertigen,

  1. entfernt man zunächst den Verschluss des BHs auf beiden Seiten.

  2. Die Enden werden nun (am besten mit der Nähmaschine) einfach zusammengenäht.

  3. Da der BH jetzt wahrscheinlich deutlich zu eng ist, schneidet man ihn im vorderen Bereich entzwei. Das funktioniert allerdings nur dann, wenn zwischen den beiden Cups ein Steg verläuft. Diesen trennt man also mittig, und steppt die Enden ab, sodass sie nicht ausfransen können.

  4. Nun wird mit Loch- und Ösenzange jeweils ein Loch in den Steg gestanzt und ein Band hindurch gefädelt.

Fertig ist die zweite Variante des Schnür-BHs.

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