Als man sich irgendwann Mitte der Neunziger-Jahre seinen Bikini mit einem Mal selbst zusammenstellen konnte, nicht nur, was unterschiedliche Größen von Ober- und Unterteil belangt, sondern auch in Sachen Schnittführung, war das eine kleine Revolution auf dem Modemarkt: Endlich hatten die Hersteller erkannt, dass viele Frauen "oben" und "unten" herum unterschiedlich gebaut sind und ein Bedarf nach individuellen Bikinis da war.
Schließlich ist nicht gesagt, dass jede schlanke Frau stromlinienförmig in Größe 34/36 passt und einen aus Rioslip und Triangeltop bestehenden Bikini bevorzugt. Vielleicht möchte sie zum Rioslip lieber ein Oberteil mit Bügeln tragen – oder zum Triangeltop eine Hüftpanty, die aber lieber in Größe 36/38.
Der Bikini zum selbst Kombinieren erlaubt eine individuelle Zusammenstellung des Bikinis nach persönlichen Vorlieben – und passt garantiert. Kein Wunder, dass er sich bis heute ungebrochener Beliebtheit erfreut!
Zumeist bieten Hersteller eine Auswahl aus sechs miteinander kombinierbaren Teilen an, drei Unterteile und drei Oberteile. Diese passen vom Material, der Farbgebung und dem Muster alle zueinander. Das heißt, für welche Kombination man sich auch entscheidet: Der Bikini wirkt immer wie aus einem Guss.
Zur Auswahl stehen im Regelfalle ein Triangeloberteil, also ein Bikini-Oberteil ohne Bügel. Es wird im Nacken geknotet. Dieses steht vor allem jungen Mädchen und Frauen mit kleiner Oberweite.
Wer obenrum mehr Unterstützung braucht, greift entweder zu einem klassischen Oberteil mit Bügel – dieses ist einem Bügel-BH nicht unähnlich. Meist sind sie gepolstert oder zusätzlich mit herausnehmbaren Polstern versehen, um einen leichten Push-up-Effekt zu erreichen.
Frauen mit normaler bis großer Oberweite können auch zu einem Bikini-Oberteil mit eingearbeitetem Bandeau greifen. Sport-BHs funktionieren nach diesem Prinzip, und auch den modernen Tankini-Oberteilen verleiht ein eingearbeitetes Unterbrustband mehr Stützkraft.
Daneben gibt es auch Tankini-Oberteile, die im Nacken gebunden werden und ungefütterte Cups haben. Diese stehen wiederum kleinbrüstigen Frauen sehr gut.
Wer allerdings einen kleinen Busen und weibliche Hüften hat, die er mit einer Panty kaschiert, sollte nicht zum winzigen Oberteil greifen – auch, wenn es ihm steht. Eine optische Ausgewogenheit der Proportionen ist wichtig, und die wird erzielt, indem sich Ober- und Unterteil von der Stoffmenge möglichst ähnlich sind.
Hier könnte also eher auf ein Bikini-Top mit Schleifen und Volants zurückgegriffen werden, welches optisch für mehr Oberweite sorgt und so die weiblichen Hüften und den schmalen Oberkörper in stimmige Proportionen verwandelt.
Umgekehrt gilt dasselbe: Wer eine große Oberweite mit einem Bandeau-Bikini-Top im Zaum hält, sollte dazu kein winziges Höschen tragen, welches an den Seiten zu binden ist oder gar über einen G-String verfügt. Besser ist hier ein Bikini-Unterteil, welches die Hüften bedeckt, beispielsweise ein Samba Slip.
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18.06.13 | |
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