16. Dezember 2009
Viele Dinge des alltäglichen Lebens werden benutzt, als ob sie schon immer da gewesen wären. Dazu gehören zum Beispiel auch Schuhe. Jeder trägt sie, doch kaum einer weiß, dass ihre Geschichte fast so alt ist wie die der Menschheit.
Bereits gegen Ende der Steinzeit begannen die Menschen damit, ihre Füße gegen Steine, Dornen und Kälte zu schützen. Verwendet wurden dafür unter anderem Fellreste, Leder oder sogar Holz. Letzteres schützte den Fuß auch bei sehr unebenem Untergrund gegen Verletzungen. Gehalten wurden die Sohlen durch Lederschnüre, die systematisch um den Frist und um die Ferse gewickelt wurden.
Stellt man sich diese Konstruktion einmal bildlich vor, so erkennt man Parallelen zur heutigen Sandale. Vom Stil her hat sich dieser Schuhtyp über die Jahrtausende also kaum verändert.
Im siebten Jahrhundert wurde das Schuhwerk allmählich fester. Die Sohlen wurden nun mit Nägel befestigt und gaben so sehr viel mehr Halt als die Sandalen aus der Steinzeit. Außerdem schnürte man das Leder nun bis über den Knöchel hinaus. Der Fuß hatte also für damalige Verhältnisse einen ziemlich guten Halt.
Siebenhundert Jahre später setzte sich wiederum der Schnabelschuh langsam durch. Was heute meist als lächerlich angesehen wird, war damals höchst modern und ein Muss in der feineren Gesellschaft. Mit der Zeit wurde dieser Trend so polarisierend, dass sich der Schnabel immer stärker bog und somit sehr extreme Ausmaße annahm.
Damit der Schnabelschuh möglichst sauber blieb, trug man unter den Sohlen hölzerne Unterbauten. So wurde der feine Stoff vom Straßenschmutz ferngehalten und auch Pfützen stellten keine Gefahr mehr für die Salonfähigkeit dar.
Seit dem 20. Jahrhundert geht die Entwicklung des Schuhs um einiges schneller voran als zu Beginn seiner Geschichte. Mindestens alle zehn Jahre kam ein neuer Trend auf, der die Massen anzog. So waren in den 60ern Ballerinas modern, in den 70ern jedoch hohe Plateauschuhe.
Zudem fällt auf, dass bestimmte Personengruppen sich auch mit einem bestimmten Schuhwerk identifizieren. Während es früher als allgemein schick galt, zum Beispiel Schnabelschuhe zu tragen, hat heute jede Gruppe ihre eigenen Trends.
Besonders hervorzuheben ist zudem, dass sich die Trendschuhe des 20. Jahrhunderts immer wieder in die heutigen Kollektionen der Designer einschleichen. Retro ist in und wird es wohl auch noch für längere Zeit bleiben.
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