14. Dezember 2009
Plateauschuhe waren schon in den 70er Jahren ein voller Erfolg und auch heute findet man sie allmählich wieder in vielen Schuhgeschäften vor. Dieses Revival ist natürlich nicht unbegründet, Frauen genießen besonders die beinverlängernde Wirkung, die die Plateauschuhe mit sich bringen. Doch was genau macht einen Schuh eigentlich zum echten Plateauschuh?
Im Grunde genommen lässt sich fast jeder Schuhtyp zum Plateauschuh machen. Beispielsweise kann sowohl eine Sandale, als auch ein Stiefel ein Plateauschuh sein. Die heißen Treter aus den 70ern sind also nicht durch eine bestimmte Form oder Art festgelegt. Um als Plateauschuh gelten zu dürfen, muss das jeweilige Exemplar jedoch eine Sohle von mindestens drei Zentimeter Stärke aufweisen. Alles andere ist lediglich festes Schuhwerk.
Nach oben hin sind der Sohle eigentlich keine Grenzen gesetzt. Allerdings werden die Schuhe selten höher als zehn Zentimeter, da sonst schnell der Tragekomfort verloren geht. Höhere Schuhe können zudem auch schnell gefährlich für die Fußgelenke werden, vor allem dann, wenn es sich nicht um geschlossene Schuhe handelt.
Fragt man Passanten nach der Entstehung des Plateauschuhs, so wird häufig auf die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts verwiesen. Tatsache ist jedoch, dass solche Schuhe schon viel früher getragen wurden und zwar in Spanien. Im 15. Jahrhundert trug man damals so genannte Chopinen. Diese Chopinen konnten durchaus auch höher als zehn Zentimeter sein. Um Gesundheit von Füßen und Gelenken machte man sich damals noch keine allzu großen Sorgen.
Noch wagemutiger waren jedoch die Bewohner von Venedig, die den spanischen Trend sehr schnell übernahmen. Allerdings nannten sie ihre Variante nicht Chopinen, sondern Zoccoli.
Solche Zoccoli waren in der Regel höher als zwanzig Zentimeter und damit alles andere als gemütlich. Dafür galt das Schuhwerk seiner Zeit als höchst modern und angesehen.
Es ist zu vermuten, dass die Plateauschuhe aus den 70ern sich an den Zoccoli orientierten. Allerdings wurde die Sohlenhöhe zugunsten der Bequemlichkeit drastisch reduziert.
Heute gelten bereits Schuhe mit verhältnismäßig flacher Sohle als Plateauschuhe. Alles was fünf Zentimeter übersteigt, wirkt eher lächerlich als modern. Wer sich unsicher bezüglich des Komforts ist, kann mit dünnen Sohlen anfangen und sich allmählich "hocharbeiten". So gewöhnen sich auch die Füße besser an die hohen Treter. Täglich sollte man die Plateauschuhe wenn möglich trotzdem besser nicht tragen.
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