Trendige Einlegesohlen im Laufschuh: Was halten Sportwissenschaftler davon?

Experten über den Unterschied zwischen Komforteinlegesohlen und individualisierten Einlagen vom Orthopäden

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  • von Paradisi-Redaktion
Junger Orthopäde in blauem Kittel zeigt einer Patientin eine blaue Schuheinlage

Sie sind im Trend und in vielen Sportgeschäften erhältlich. Wer das Sporterlebnis im Laufschuh optimieren möchte, der kauft nicht nur die eigentlichen Sportschuhe, sondern zusätzlich Einlegesohlen. Doch wie sinnvoll ist das aus Sicht der Ärzte und Sportwissenschaftler?

Ideale Unterstützung durch individualisierte Einlagen

Handelsübliche Sportschuhe besitzen einfache Einlegesohlen, denen man sieht, dass sie keine Besonderheiten haben. Separat erhältliche Spezialeinlagen werben dagegen mit den unterschiedlichsten Versprechen; von bestem Komfort passend zur Sportart bis zur Reduzierung der Verletzungsgefahr. Ärzte und Sportwissenschaftler sehen dies kritisch, denn auch diese Einlagen kommen am Ende "von der Stange".

Wer Einlegesohlen sucht, die wirklich perfekt auf die eigene Fußanatomie und das eigene Bewegungsschema abgestimmt sind, der kann nicht im normalen Sportgeschäft fündig werden, sondern nur beim Gang zum Orthopäden. Beim Orthopäden gibt es zwar auch günstige Einlegesohlen als Massenware, doch wer das entsprechende Rezept vom Arzt hat, beziehungsweise privat in die Tasche greift, bei dem werden die Füße vermessen und darauf basierend Einlagen gefertigt. Das Ergebnis ist:

  • die ideale Unterstützung der Fußstruktur,
  • der Bewegung und damit auch
  • eine Entlastung für Knie, Hüfte und Wirbelsäule.

Ein Plus an Komfort

Trendigen Einlegesohlen vom Sportgeschäft fehlt diese Individualisierung. Dennoch ist ihr Dasein deswegen nicht unberechtigt. Anders als einfach produzierte Einlagen, wie man sie mit dem Schuh kauft, sind die Spezialpaare aus dem Sportgeschäft auf Komfort ausgelegt. Die Einlagen bestehen meist aus einem Material, das sich besonders gut der Fußform anpasst. Dadurch entsteht ein Effekt, den man barfuß gut nachvollziehen kann, wenn man einmal auf Asphalt und einmal auf einer Wiese läuft.

Der harte Kunstboden gibt nicht nach, während sich die Erde dem Fußgewölbe eher anpasst. Dadurch wird mehr Fläche vom Fuß in Anspruch genommen, das Körpergewicht verteilt sich dank dem Plus an Kontaktfläche besser und der Körper fühlt sich entlasteter. Wer laufen geht, kann sich mit den trendigen Schuheinlagen also durchaus etwas Gutes tun. Wunder sollte man aber nicht erwarten.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: schuheinlage © pix4U - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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