11. März 2010
Als Tattoo oder Tätowierung bezeichnet man eine besondere Form der Körpermodifikation. Dabei wird ein bestimmtes Motiv mit Tinte oder anderen Farbmitteln in die Haut eintätowiert.
Sinn eines Tattoos, das auch als Tätowierung bezeichnet wird, ist die dauerhafte Verzierung von bestimmten Körperstellen. Dazu wird ein gewünschtes Motiv mit Hilfe einer Tätowiermaschine in die Haut gestochen.
Tattoos erfreuen sich in der heutigen Zeit großer Beliebtheit. Sie sind aber keineswegs ein neuartiger Modetrend, sondern können auf eine Tradition von mehreren tausend Jahren zurückblicken. So wurden beispielsweise in Chile 7000 Jahre alte tätowierte Mumien gefunden. Es wird angenommen, dass das Tätowieren seinen Ursprung in Südwestasien hatte und sich im Laufe der Zeit nach Ägypten, Australien, Polynesien und Amerika ausbreitete.
Die Motive für das Anbringen eines Tattoos sind höchst unterschiedlich. So können sie eine modische, rituelle, sakrale, sexuelle oder politische Bedeutung haben. Im Gefängnis gelten so genannte Knast-Tätowierungen als Kennzeichen für die Gruppenzugehörigkeit der Gefangenen. In der westlichen Kultur waren Tattoos lange Zeit ein Symbol für Sträflinge und Seefahrer. Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden die Tattoos aber immer mehr Verbreitung in anderen Gesellschaftsschichten. Zu der zunehmenden Akzeptanz trugen auch zahlreiche Prominente bei. Sonderformen einer Tätowierung sind das Permanent Make-up, bei dem verschiedene Konturen des Gesichts wie Lippen oder Augen hervorgehoben werden, leicht entfernbare Klebebildchen oder Henna-Tattoos, die lediglich auf die Haut aufgemalt werden und nur einige Wochen halten.
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