15. März 2010
Um ständigem Schwitzen Einhalt zu gebieten, kann eine Schweißdrüsenabsaugung durchgeführt werden. Dabei werden die Schweißdrüsen unter den Achseln entfernt.
Im Vorfeld einer Schweißdrüsenabsaugung wird eine gründliche Voruntersuchung des Patienten vorgenommen. Der Patient sollte vor dem Eingriff, abgesehen von der Hyperhidrose, gesund und in einer guten körperlichen Verfassung sein. Der Arzt führt zudem ein ausführliches Beratungsgespräch mit der zu behandelnden Person über den Behandlungsverlauf. Da eine Schweißdrüsenabsaugung ambulant durchgeführt werden kann, sind keine besonderen Vorkehrungen notwendig. Allerdings ist ratsam, ca. zwei Wochen vor dem Eingriff auf das Rauchen zu verzichten, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden. Auch Medikamente, die eine blutgerinnende Wirkung haben, sollte man normalerweise absetzen, was im Zweifelsfall mit dem behandelnden Arzt abzuklären ist.
Eine Schweißdrüsenabsaugung dauert nicht lange und nimmt nur etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Zu Beginn der Saugkürettage betäubt der behandelnde Arzt das Hautareal der Achseln. Die dabei injizierte Lösung enthält zudem Kochsalz und andere Inhaltsstoffe, die das Ablösen der Schweißdrüsen vom benachbarten Unterhautfettgewebe erleichtern. Danach nimmt der Arzt zwei kleine Hautschnitte von fünf bis zehn Millimetern über und unter der Achsel vor. Anschließend wird durch die erfolgten Schnitte eine Kanüle eingeführt, mit der die Schweißdrüsen großflächig abgesaugt werden. Dabei entfernt man etwa 80 Prozent der Schweißdrüsen. Zum Abschluss der Behandlung erhält der Patient einen so genannten Kompressions-Rucksandverband, den er für ein paar Tage tragen muss. In der Regel kann der Patient gleich nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen. Nach sieben bis zehn Tagen entfernt dann der Hausarzt die Fäden an den kleinen Hautschnitten. Während sportliche Aktivitäten für einige Zeit unterbleiben sollten, ist gegen leichte Bewegung nichts einzuwenden. Ob die Schweißdrüsenabsaugung erfolgreich war oder nicht, kann erst nach etwa einem halben Jahr beurteilt werden. In den meisten Fällen verläuft eine Saugkürettage jedoch erfolgreich.
Größere Komplikationen sind bei einer Schweißdrüsenabsaugung in der Regel nicht zu erwarten. Manchmal kommt es nach dem Eingriff zu Hämatomen (Blutergüssen), Verhärtungen oder Schwellungen, die jedoch nur vorübergehend sind. In seltenen Fällen sind auch längere Taubheitsgefühle, Abszesse, Nekrosen oder Infektionen möglich.
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