16. Januar 2012
Schönheitsoperationen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie sind kein Gang zur Kosmetikerin, sondern Operationen, die eine Narkose und entsprechende Überwachung erforderlich machen. Generell gilt zwar, dass kleinere Operationen ambulant erfolgen können, doch hängt es vom Ermessen des jeweiligen Chirurgen ab, die individuelle Situation zu beurteilen.
Dies gilt auch für die ästhetische Gesichtschirurgie: Klassisches Facelifting, Kinn- und Nasenkorrekturen sowie Ohrmuschelplastik – wobei es hier immer mehr Anbieter gibt, die diese ein- bis zwei Stunden dauernden Eingriffe unter Vollnarkose ambulant durchführen. Doch auch hier kann der Fall auftreten, dass der Patient für einen oder zwei Tage in der Klinik bleiben muss. Entscheidend hierfür ist der Umfang der geplanten Operation und ihr Verlauf.
Beispiel Liposuktion: Hier geht man davon aus, dass sie ambulant erfolgen kann, wenn nicht mehr als drei Liter reines Fett abgesaugt werden und der Kreislauf des Patienten stabil ist. Für Eingriffe wie Bauchdeckenstraffungen, Brustvergrößerungen oder dergleichen wird hingegen generell ein stationärer Klinikaufenthalt von ein bis zwei Tagen empfohlen.
Auch die Entfernung der Wohnung des Patienten von der Klinik spielt eine Rolle, ob Schönheitsoperationen ambulant oder stationär durchgeführt werden, da man ihm nach solch einem Eingriff keine größeren Fahrten zumuten will.
Bei Eingriffen wie operativen Lidkorrekturen wiederum, die nur ungefähr dreißig Minuten dauern und unter Lokalanästhesie durchgeführt werden, ist es eher der Regelfall, der der Patient nach einer kurzen Ruhezeit wieder entlassen wird. Idealerweise steht ihm hierfür eine Begleitperson zur Verfügung. Manche Kliniken verfügen auch über einen Fahrservice.
Das selbe gilt für die chirurgische Lippenvergrößerung, für die in der Regel sechzig Minuten angesetzt und die ebenfalls unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Auch Lippenbehandlungen mit Hyaluronsäure oder Eigenfett (die sogenannte "Aufspritzung") sind im Regelfalle ambulante Eingriffe.
Botox-Injektionen und Peelingbehandlungen wie die Dermabrasion oder das Blue Peeling sind ambulante Eingriffe – allerdings sollte der Patient fünf bis sieben Tage einplanen, bis er wieder "gesellschaftsfähig" ist. Laserbehandlungen der Haut können zwar ambulant durchgeführt werden, doch benötigt die Haut eine mindestens zweiwöchige Heilungszeit. Manche Kliniken bieten hier eine Art Hotelservice an, sodass der Patient bis zur vollständigen Ausheilung dort bleiben kann. Ist dies nicht möglich, empfiehlt sich ein privater Urlaub.
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