Bedenklicher Trend: Immer mehr Frauen legen sich für eine perfekte Vagina unters Messer

Gynäkologen warnen vor einer medizinisch nicht notwendigen Schamlippenkorrektur

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  • von Paradisi-Redaktion
Nackter Frauenkörper in einem Bett von roten Rosenblättern, der Intimbereich ist mit Rosenblättern bedeckt

Die sogenannte Labioplastik wird immer mehr zum Trend bei Frauen und das gibt sowohl Gynäkologen als auch anderen Fachärzten zu denken. Unter dem Begriff fasst man alle chirurgischen Eingriffe zusammen, bei denen die Schamlippen einer Frau verändert werden.

In seltenen Fällen gibt es dafür tatsächlich gesundheitliche Gründe. So können die inneren Schamlippen bedeutend länger als die äußeren Schamlippen sein und damit beim Tragen von Hosen, beim Sitzen oder Gehen zu chronischen Schmerzen führen. Allerdings sind die Mehrheit derer, die sich für eine Labioplastik entscheiden, nicht wegen gesundheitlicher Probleme beim Arzt. Diese Frauen suchen einen Schönheitschirurgen auf, um sich für eine perfekte Vagina unter das Messer zu legen.

Medien prägen das Bild der "perfekten" Vagina

Das Bild der "perfekten" Vagina zeigt sich heute in vielen Medien: Die inneren Schamlippen sind so klein, dass sie komplett unter den äußeren Lippen verschwinden. Oft werden gleichzeitig die oberen Schamlippen gestrafft, sodass insgesamt ein "Barbie-Effekt" eintritt. Von vorn betrachtet, besitzt die Frau einen beinahe mädchenhaften Intimbereich, der glatte Haut und einen dezenten Schlitz zeigt.

Eingriff mit Risiken

Gynäkologen warnen ihre Patienten, dem Trend leichtsinnig hinterher zu laufen. Tatsache ist, dass das mediale Bild der "normalen Vagina" nicht der realen Vielfalt entspricht. Sich aus Gründen eines Schönheitsideals unter das Messer zu begeben, kann langfristige Folgen haben. Neben den immer vorhandenen OP-Risiken bringt der Eingriff im Genitalbereich auch das Risiko auf spätere Unlust mit sich. Nervenenden können verletzt werden, was beim künftigen Sex das Lustempfinden deutlich einschränkt.

Betrachtet man die aktuellen Statistiken der "Internationalen Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie Isaps" sind jedoch viele Frauen zur Labioplastik samt Risiken bereit. Allein im Jahr 2015 ließen sich über 95.000 Frauen im Intimbereich operieren.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: female body with red rose petals © sdubrov - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom (zuletzt überarbeitet am )

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