11. März 2010
Um eine bestimmte Stelle des Körpers mit einem Schmuckstück zu verzieren, kann ein Piercing durchgeführt werden. Dazu wird die betreffende Körperstelle durchstochen.
Vor der Durchführung eines Piercings sind einige Maßnahmen nötig, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Besonders wichtig ist eine gründliche Desinfektion der Körperstelle, an der das Schmuckstück angebracht werden soll. Manchmal müssen auch Haare oder Härchen entfernt werden, was von der jeweiligen Körperstelle abhängt. Grundsätzlich sollte ein Piercing in einem professionellen Piercing-Studio von einem erfahrenen Piercer durchgeführt werden. Vor dem Anbringen des Schmuckstücks, markiert der Piercer die Körperstelle, die durchstochen werden soll. Mit dieser Markierung wird der Eintritts- und Austrittskanal gekennzeichnet, der dann mit einer Zange fixiert wird. Diese Zange ist mit zwei ringförmigen Klammern an ihrem Kopf ausgestattet. Durch die Klammern wird anschließend die Piercingnadel geführt. Gestochen werden die meisten Piercings mit einem peripheren Venenkatheter, der mit einer Nadel aus Plastik- oder Teflonbezug ausgestattet ist. Die Nadel wird durch die betreffende Körperstelle durchgestochen und sogleich wieder herausgezogen. Da der Plastiküberzug stecken bleibt, kommt es zu einer Art Tunnel, durch den der Piercingschmuck durchgezogen wird. Eine andere Variante ist das Durchstechen mit einer speziellen Federdruckpistole. Diese Methode wird vor allem in Juweliergeschäften bei einem Ohrpiercing durchgeführt. Dabei wird ein Ohrstecker in die Pistole eingelegt, der dann abgeschossen wird, was jedoch kaum Schmerzen verursacht. Allerdings ist die Methode umstritten, da ein gewisses Infektionsrisiko besteht.
Wie schnell eine gepiercte Körperstelle abheilt, ist höchst unterschiedlich und hängt auch davon ab, welche Körperregion durchstochen wurde. Als besonders unkompliziert gelten die Augenbrauen und das Lippenbändchen. Auch Intimpiercings heilen meist sehr schnell ab, wenn sie in Kontakt mit Eigenurin kommen, der desinfizierende Eigenschaften besitzt. Langwierig ist der Heilungsprozess hingegen, wenn Knorpel oder der Bauchnabel durchstochen werden. Eine wichtige Rolle bei der Abheilung spielen auch eine gründliche Hygiene und eine gesunde Lebensweise. Um die Heilung zu unterstützen, können auch desinfizierende Wundsalben eingesetzt werden.
Für den Fall, dass einem das Piercing irgendwann nicht mehr gefällt, kann das Schmuckstück jederzeit wieder herausgenommen werden. Schon nach wenigen Wochen wächst die gepiercte Körperstelle wieder völlig zu und hinterlässt schlimmstenfalls nur eine kleine Narbe.
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