Intimbereich des Mannes: Ampallang, Apadravya und Dydoe

Nahaufnahme schreiender Frauenmund mit Zungenpiercing

Verschiedene Regionen des Intimbereichs des mannes lassen sich durch diese drei Piercingvarianten verschönern

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Ampallang ist ein Intimpiercing, welches horizontal durch die Eichel des Mannes gestochen ist. Wird das Piercing vertikal gestochen, spricht man vom Apadravya und bei einem durch den Rand der Eichel gestochenen Piercing vom Dydoe.

Ampallang und Apadravja

Ein Ampallang ist ein horizontal gestochenes Piercing, welches durch die Eichel des Penis gestochen wird. Beim Apadravja verläuft der Stichkanal vertikal durch die Eichel, ansonsten unterscheiden sich diese beiden Arten des Intimpiercings nicht voneinander.

Als Magic Cross Piercing wird die Kombination beiden Piercings bezeichnet, die sich kreuzen.

Ein Ampallang oder Apadravja eignet sich für beschnittene Männer am besten, ist die Vorhaut vorhanden, muss sie während der gesamten Heilungszeit möglichst zurückgezogen bleiben.

Als seltene Variante werden das Ampallang sowie das Apadravja auch in der Eichelfurche platziert. Sitzt das Piercing weiter hinten am Schaft, hinter der Eichel, nennt man es Schaft Ampallang. Als weitaus ältere Kombination aus Reverse Prinz Albert und Prinz-Albert-Piercing kann das Apadravya-Piercing betrachtet werden.

Verschiedene Stämme Borneos und im altindischen Kamasutra trug das Apadravya-Piercing zur Luststeigerung, insbesondere der Frau, bei. Entsprechende Textpassagen finden sich im Kamasutra. Bei einigen Stellungen wird der G-Punkt der Frau stimuliert und auch der Mann erfährt eine Luststeigerung, bedingt durch die Stimulation der Harnröhre beim Geschlechtsverkehr.

Bei beiden Piercings wird die Harnröhre entweder gekreuzt oder das Piercing verläuft knapp darüber. Im Allgemeinen wird durch die Harnröhre hindurch gestochen, der Stichkanal ist dadurch kürzer und die Wunde wird mit Eigenurin gespült, was die Heilungszeit verkürzt.

Die Heilungszeit kann zwischen drei und sechs Monaten betragen, dabei muss die Wunde immer sorgfältig gepflegt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Bis zum vollständigen Ausheilen darf der Schmuck nicht entfernt werden und auch mit dem vorsichtigen Dehnen sollte man so lange warten.

Als Schmuck eignet sich ein gerader Barbell, der als Erstschmuck Überlänge haben sollte. Bei Schwellungen, die während der Heilungsphase und bei einer Erektion auftreten können, bleibt so genügend Platz für den Barbell. Der Schmuck für einen Ampallang oder Apadravja sollte mindestens 1,6 mm Stärke aufweisen, besser sind sogar 2,0 mm.

Dydoe

Bei vorhandener Vorhaut besteht die Gefahr des Herauswachsens, zudem soll das Tragen eines Dydoe-Piercings mitunter unbequem sein.

Der Dydoe wird durch den Rand der Eichel gestochen und ist ein weitverbreitetes Piercing im männlichen Genitalbereich. Bevorzugt wird dieses Piercing von beschnittenen Männern durchgeführt, es soll erstmals von einer Gruppe jüdischen Studenten getragen worden sein. Beabsichtig wurde die weniger empfindliche Eichel des beschnittenen Mannes zu stimulieren, heute überwiegt der ästhetische Aspekt.

Am Eichelrand des Mannes sitzen besonders viele Nervenenden, darum ist der Dydoe wohl das schmerzhafteste Piercing im männlichen Intimbereich. Sehr häufig wird es paarweise gestochen. Bis zum vollständigen Abheilen des Stichkanals muss mit einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten gerechnet werden, wobei es an dieser empfindlichen Stelle immer schnell zu Infektionen kommen kann.

Als Schmuck eignet sich ein normaler Barbell oder Curved Barbell. Ringe sollten erst nach vollständiger Heilung ausprobiert werden.

Grundinformationen zum Piercing

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Offener Mund mit Piercing durch Zunge schreiend © unpict - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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