Intimbereich der Frau: Schamlippenpiercing, Suitcase und Triangle

Nahaufnahme schreiender Frauenmund mit Zungenpiercing

Verschiedene Regionen des Intimbereichs der Frau lassen sich durch diese drei Piercingvarianten verschönern

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Piercing an den inneren oder äußeren Schamlippen kann bei jeder Frau vorgenommen werden. Als sehr problematisch und entzündungsanfällig wird das Suitcase-Piercing angesehen, während das Stechen eines Triangle-Piercings sehr hohe Anforderungen an den Piercer stellt.

Schamlippenpiercing

Im Intimbereich der Frau gilt das Schamlippenpiercing als das unkomplizierteste Piercing überhaupt, zudem ist das Stechen des Piercings in die Schamlippen nicht besonders schmerzhaft. Abhängig von der ausreichenden Größe und Form der inneren Schamlippen kann ein Schamlippenpiercing sowohl an den inneren (ISL) als auch an den äußeren Schamlippen (ÄSL) gestochen werden.

Meistens wird dieses Intimpiercing paarweise gestochen, also auf beiden Seiten. Einige Frauen bevorzugen das Stechen mehrere Piercings in einer Reihe (Venom-Piercing), wenn es die Anatomie zulässt. Die Schamlippenpiercings können so angeordnet werden, dass sie die Vagina verschließen und wie ein Keuschheitsgürtel wirken.

Jedes Intimpiercing sollte mit sterilem Einmalmaterial (Braunülen) gestochen werden, so auch das Schamlippenpiercing.

  • Ein Schamlippenpiercing durch die inneren Schamlippen verheilt meistens sehr unkompliziert innerhalb von zwei Wochen.

  • Bedingt durch den ständigen Kontakt mit Kleidung werden die äußeren Schamlippen mehr gereizt und das Piercing verheilt hier nicht ganz so schnell. In der Regel muss man mit einer Heilungsdauer von sechs bis acht Wochen rechnen.

Die Schmuckvarianten sind beim Schamlippenpiercing sehr umfangreich. Je nach Art und Platzierung wirkt ein Piercing an den Schamlippen sowohl bei der Trägerin als auch beim Sexualpartner stimulierend. Meistens kommt ein Ball Closure Ring oder Circular Barbell zum Einsatz, die Materialstärke sollte mindestens 3,2 Millimeter betragen, damit es nicht herauswächst.

Die Schamlippen eignen sich problemlos zum Dehnen, darum werden häufig größere Piercings oder Fleischtunnel eingesetzt. Als Material für den Ersteinsatz kommen in Frage:

  • Titan,
  • Titannitrit,
  • 750er Gelb- oder Weißgold und
  • Platin.

Suitcase

Besonders selten ist das Suitcase oder T'aint genannte weibliche Intimpiercing. Zwischen dem Anus beziehungsweise dem Enddarm und der Vagina verläuft der Stichkanal dieses Piercings. Genauer gesagt wird das Piercing 1-2cm tief in der Vagina gestochen und tritt am Anus wieder aus. Das Suitcase-Piercing ist eine Kombination aus tiefem Fourchette-Piercing und sehr tiefem Anuspiercing.

Das Suitcase-Piercing zählt zu einem der gefährlichsten Intimpiercings überhaupt, denn es kann sich, bedingt durch die Lage am Anus, sehr schnell entzünden. Die Entzündungen können bis zur gefürchteten Peritonitis (Bauchfellentzündung) führen. Nicht jeder Piercer sticht dieses ungewöhnliche Piercing.

Als Schmuck wird ein etwas dickerer Ball Closure Ring oder seltener ein Curved Barbell eingesetzt. Das Suitcase-Piercing soll den Lustgewinn der Frau aufgrund seiner Lage beim Vaginal- und Analverkehr steigern.

Triangle

Das Triangle-Piercing ist neben dem gefährlichen Isabella-Piercing das einzige Intimpiercing, das die Klitoris von hinten stimuliert, es wird von den Trägerinnen als sehr angenehm beschrieben. Dieses Intimpiercing kann der Frau sehr stimulierende Gefühle bereiten.

Seinen Namen hat das Triangle (Dreieck) bedingt durch seine Lage. Es verläuft horizontal durch die Klitorisvorhaut recht tief unter der Klitoris, an dem Punkt, wo sich die Klitorisvorhaut und die kleinen Schamlippen treffen. Das Intimpiercing kann nur gestochen werden, wenn die anatomischen Voraussetzungen stimmen. Es muss genügend Gewebe vorhanden sein, um dem Schmuck Platz zu geben.

Wenn sich die zu piercende Stelle mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken lässt, sind die Voraussetzungen erfüllt. Für Frauen mit ausgeprägten Schamlippen kann das Tragen des Piercings unangenehm sein, da es permanent eingeklemmt oder verdreht wird.

Vor dem Piercen sollte ein Vorgespräch mit dem Piercer stattfinden, in dem die Durchführbarkeit besprochen wird. Für den Piercer ist das Triangle-Piercing eine Herausforderung, denn das Piercing sitzt sehr tief, hat einen langen Stichkanal und ist meist schwer zu ertasten. Die Heilungsdauer beträgt drei bis vier Monate, eine eher lange Zeit für ein Intimpiercing, bedingt durch den langen, tief sitzenden Stichkanal.

Als Schmuck wird meistens ein Ball Closure Ring gewählt, manchmal auch ein Circular Barbell.

Grundinformationen zum Piercing

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Offener Mund mit Piercing durch Zunge schreiend © unpict - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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