Intimbereich der Frau: Klitorisvorhaut, Nefertiti und Prinzessin-Albertina

Nahaufnahme schreiender Frauenmund mit Zungenpiercing

Verschiedene Regionen des Intimbereichs der Frau lassen sich durch diese drei Piercingvarianten verschönern

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  • von Paradisi-Redaktion

Intimpiercings für die Frauen haben eines gemeinsam, sie lassen sich nicht immer realisieren. Abhängig von der individuellen Anatomie der Frau können Piercings störend sein oder schnell herauswachsen. Die meisten Intimpiercings führen zur Luststeigerung und Stimulanz bei der Frau.

Klitorisvorhautpiercing

Unter den weiblichen Intimpiercings ist das Klitorisvorhautpiercing das beliebteste und am weitesten verbreitete. Selbst unter Mädchen und Frauen, die kaum einen Bezug zum Bereich "Body modification" haben, erfreut sich das Kliorisvorhaut-Piercing immer größerer Beliebtheit.

Ein Klitorisvorhautpiercing kann sowohl horizontal (KVV) als auch vertikal (KVH) durch die Klitorisvorhaut gestochen werden. Eine Kombination aus beiden Varianten ist möglich. Der Unterschied zu einem Klitorispiercing besteht darin, dass beim Kliorisvorhaut-Piercing die Klitoris selbst nicht durchstochen wird.

Das Stechen des Piercings schmerzt nur wenig und verheilt innerhalb von drei bis vier Wochen. Das Tragegefühl empfinden die meisten Frauen als sehr angenehm, hinzu kommt eine gesteigerte Empfindsamkeit der Klitoris bei vertikal gestochenen Klitorisvorhautpiercings. Ein horizontales Piercing der weiblichen Vorhaut bietet zudem einen ästhetischen Reiz, denn er ist besonders gut sichtbar.

Auch wenn die anatomischen Voraussetzungen nicht ideal sind, weil nicht genügend Gewebe da ist, so ist meistens entweder ein horizontales oder vertikales Piercing durch die Klitorisvorhaut möglich.

Die richtige Platzierung des Intimpiercings ist wichtig, aber nicht immer ganz einfach. Ein horizontal gestochenes Klitorisvorhaut-Piercing sollte immer mit einer Klemmzange gestochen werden, die Klitoris darf dabei nicht einbezogen werden. Noch wichtiger ist die Positionierung bei dem vertikalen Klitorisvorhautpiercing, das wiederum ohne Klemmzange gepierct werden sollte.

Häufig ist der Stichkanal zu flach oder zu weit vorne, das Piercing wächst dann zu schnell heraus und auch die gewünschte Stimulation bleibt aus. Ideal ist der Stichkanal, wenn er an der tiefsten Stelle der Vorhaut eintritt, zwischen Vorhaut und Klitoris.

Beim vertikalen Piercing findet meistens ein Barbell Verwendung, dessen untere Kugel direkt auf der Klitoris aufliegen sollte, um eine sexuelle Erregung zu erzielen. Sehr gefühlsintensiv ist das horizontale Klitorisvorhaut-Piercing. Als Schmuck wird ein kleiner Ball Closure Ring (BCR), oder auch Klemmkugelring genannt, eingesetzt. Die Größe und Form wird so gewählt, dass die Kugel auf der Klitoris aufliegt und sie stimuliert.

Verliert das Intimpiercing durch die ständige Stimulation seinen Reiz, kann es nach gründlicher Verheilung zeitweilig herausgenommen werden.

Nefertiti

Als eine Verbesserung des sehr riskanten Isabella-Piercings entwickelte der Piercer Shane Nunce das Nefertiti-Piercing, das nicht durch Nervenbahnen gestochen wird. Es ist weniger verbreitet als das Christina-Piercing oder Klitoris-Piercing und zählt zu einem eher jungen Piercing.

Das Intimpiercing der Frau verläuft durch die Klitorisvorhaut und tritt am Venushügel wieder aus. Es kann als Kombination aus Christina-Piercing und vertikales Klitorisvorhautpiercing bezeichnet werden. Dabei gilt zu bedenken, dass der Stichkanal sehr lang ist und das Stechen entsprechend unangenehm bis schmerzhaft sein kann, je nach persönlichem Empfinden der Frau. Zudem wird das Nefertiti-Piercing "frei Hand" gestochen, ein professionell gut ausgebildeter Piercer ist also gefragt.

Die recht lange Heildauer von ungefähr sechs Monaten und eine zuverlässige Pflege macht dieses Piercing nicht gerade einfach. Als Erstschmuck eignet sich ein biegsamer Stift aus PTFE. Wenn das Nefertiti-Piercing ganz verheilt ist, kann ein Barbell zum Einsatz kommen, abhängig von Länge des Stichkanals.

Prinzessin-Albertina

Das Prinzessin-Albertina ist ein vertikales Piercing, das von der Harnröhrenöffnung (Urethra) zur Vaginalöffnung verläuft. Diese Art des Piercings gibt es für die Frau und entsprechend als Prinz-Albert-Piercing für den Mann. Das Prinzessin-Albertina-Piercing soll zu einer enormen Luststeigerung führen.

Als Erstschmuck wird üblicherweise ein Curved Barbell (BCR) eingesetzt, der eine Materialstärke von 1,6 Millimetern hat. Auf Dauer wird die Kugel meistens als störend empfunden und das dünne Material kann zum langsamen Auswandern des Piercings führen. Darum wird nach der Heilungsdauer von ca. zwei bis drei Wochen meistens ein glattsegmentierter Ring mit bis zu vier Millimeter Stärke eingesetzt.

Die Harnröhre der Frau ist im Verhältnis zu der des Mannes relativ kurz, dadurch kommt es gelegentlich zur Blasenentzündung bzw. Harnweginfektion. Anatomisch ist das Prinzessin-Albertina nicht bei jeder Frau möglich, es ist auch eher selten im Vergleich zu anderen Intimpiercings der Frau.

Grundinformationen zum Piercing

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Offener Mund mit Piercing durch Zunge schreiend © unpict - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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