Körperrumpf: Korsett und Madison

Nahaufnahme schreiender Frauenmund mit Zungenpiercing

Verschiedene Regionen des Körperrumpfs lassen sich durch diese zwei Piercingvarianten verschönern

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Korsett-Piercing wird mit Ästhetik und Erotik verknüpft, insbesondere in der Fetisch-Szene. Während das Korsett am Rücken zu finden ist, wird das Madinon Piercing am Hals gestochen. Beides sind sogenannte Oberflächenpiercings.

Korsett

Wie man sich ein Korsett im Geiste vorstellt, mit Ringen und Bändern zum Schnüren, so muss man sich auch ein Korsett-Piercing vorstellen. Bei diesem Korsett wird auf Kleidung verzichtet, die Ösen werden direkt in den Rücken gepierct, an ihnen können später Bänder befestigt werden.

Das Korsett-Piercing besteht meist aus zwei senkrecht und symmetrisch verlaufenen Reihen von beliebig vielen Piercings, es gibt aber auch zahlreiche andere Varianten. Als Korsett-Piercings werden auch ähnlich angeordnete Piercings an Körperstellen wie

bezeichnet, in die Bänder eingezogen werden können. Wird das Korsett-Piercing nur für ein Fotoshooting oder eine Körperkunst-Vorstellung gestochen und nach wenigen Stunden wieder entfernt, können Ball Closure Rings (BCR) oder D-Ringe eingesetzt werden. An ihnen lassen sich die Bänder problemlos einfädeln.

Für das permanente Tragen des Korsettpiercings eignen sich Surface Bars, sie ermöglichen den Stichkanälen das Verheilen und wachsen nicht so schnell heraus.

Unterschiedliche Aufsätze wie zum Beispiel Slaverringe können die herkömmlich verwendeten Ringe ersetzen. In der Fetisch-Szene findet man häufig Korsettpiercings - überwiegend bei den Frauen.

Madison

Das Madison Piercing ist ein Oberflächenpiercing, das aufgrund hoher Spannung aus dem Stichkanal wandern, oder sogar komplett herauswachsen kann.

Ein Madison-Piercing sitzt in der Drosselgrube (lat. fossa iugolaris), die Kuhle am Hals zwischen den Schlüsselbeinen. Das Madison wird meist waagerecht angebracht, wobei es dann auch wirklich gerade sein muss. Das Anzeichnen und Platzieren muss in diesem Bereich besonders sorgfältig vorgenommen werden.

Während der Heilungsphase darf kein Schmuckstück getragen werden, das gegen das Piercing stößt, auch reibende Kleidung muss gemieden werden. Ein spezieller Surface Bar mit 90° Krümmung verringert die Spannung des Oberflächenpiercings, so hat es die Möglichkeit leichter zu heilen.

Alternativ wird immer häufiger zu einem PTFE-Stab gegriffen, da dieser flexibel ist und in eine leicht gekrümmte Form gebogen werden kann. Bis zur endgültigen Ephitelisierung kann ein ganzes Jahr vergehen, einige müssen ihren Schmuck auch vorzeitig entfernen, weil die Wunde nicht verheilt.

Grundinformationen zum Piercing

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Offener Mund mit Piercing durch Zunge schreiend © unpict - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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