20. Januar 2011
Piercings können an vielen verschiedenen Stellen den menschlichen Körper schmücken. Je nachdem, an welcher Körperstelle gepierct wird, werden die Schmerzen als unterschiedlich stark empfunden.
Je nach Geschmack können Piercings in fast alle Körperteile gestochen werden. Als Schmuck können dann verschieden große Ringe oder Stäbe verwendet werden. Besonders beliebt sind Ohrlöcher, Nasen- und Bauchnabelpiercings oder auch Zungenpiercings. Auch an Stellen wie den Brustwarzen, dem Penis oder den Schamlippen kann ein Piercing den Körper zieren.
Piercings werden meist in professionellen Piercingstudios gestochen. Die Schmerzen werden als unterschiedlich stark empfunden, abhängig auch davon, an welcher Stelle der Stich erfolgt. Teilweise kann auch eine örtliche Betäubung vorgenommen werden, so dass das Piercen praktisch schmerzfrei ist. Bei den meisten Piercings wird eine Hautfalte mit einer Zange gehalten und eine Nadel hindurch gestochen. Zuvor wird die Hautstelle jeweils desinfiziert. In der ersten Zeit bleibt in der Regel ein spezieller Stecker im so genannten Stichkanal, der nach Abheilung der Wunde gegen ein beliebiges Schmuckstück ausgetauscht werden kann.
Nach dem Stechen des Piercings muss die Wunde regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Auch der Stichkanal muss mit einem entsprechenden Desinfektionsmittel behandelt werden, indem der Stecker mehrmals hin- und herbewegt wird. Gelangen Bakterien in die Wunde, so kann sich diese entzünden. Teilweise ist es dann notwendig, das Piercing herauszunehmen und sich ärztlich behandeln zu lassen. Bis ein Piercing komplett abgeheilt ist, dauert dies zwischen einigen Wochen und einigen Monaten, je nachdem, wo sich das Piercing befindet.
In vielen Fällen bilden sich nach dem Stechen des Piercings Schwellungen und Rötungen. Je nachdem, wo sich das Piercing befindet, kann von unprofessionellen Piercern auch versehentlich ein Nerv verletzt werden. Dies stellt ein Risiko des Piercings dar. In einigen Fällen erholt sich der Nerv wieder, in anderen ist er jedoch dauerhaft geschädigt.
An einigen Stellen können die Piercings leicht herauswachsen. Dies muss dann rechtzeitig korrigiert werden, damit die Haut nicht einreißt. Piercings, die sich im Mund befinden, können die Zähne sowie das Zahnfleisch reizen und dort schwere Schäden verursachen.
Sind alle Wunden hingegen gut verheilt, so kann ein schönes Piercing mit einem passenden Schmuckstück ein richtiger "Hingucker" sein, das die Schönheit eines Menschen unterstreichen kann. Im zwischenmenschlichen Bereich werden zudem viele Piercings als stimulierend empfunden.
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