11. März 2010
Um Fehlbildungen der Ohren zu beseitigen, ist eine Ohrkorrektur zu empfehlen. Dazu wird ein chirurgischer Eingriff vorgenommen.
Im Vorfeld einer Ohrkorrektur führt der behandelnde Mediziner ein Beratungsgespräch mit dem Patienten, um die Behandlungsziele und das Operationsverfahren abzuklären. Dabei erhält der Patient alle wichtigen Informationen. Bevor die Ohrkorrektur durchgeführt wird, ist es wichtig, bestimmte Medikamente, die sich auf die Blutgerinnung auswirken, abzusetzen. Dies können Herzmedikamente wie Cumarin-Derivate oder Acetylsalicylhaltige Schmerzmittel wie z.B. Aspirin sein. Erwachsene Patienten sollten zudem auf den Genuss von Alkohol und Tabak verzichten, damit die Wundheilung nicht negativ beeinflusst wird.
Durchgeführt wird eine Ohrkorrektur in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung, bei der der Patient in einen leichten Dämmerschlaf versetzt wird. Bei kleineren Kindern kann auch eine Vollnarkose in Verbindung mit einem kurzen Krankenhausaufenthalt sinnvoll sein. Pro Ohr dauert eine Otoplastik normalerweise etwa eine Stunde. Da die Ursache für abstehende Ohren oftmals eine zu gering ausgeprägte Anthelixfalte ist, erfolgt bei dem Eingriff eine Verkleinerung des Winkels zwischen Kopf und Ohr. Dazu nimmt der Chirurg einen Hautschnitt hinter dem Ohr, seitlich von der Anthelixfalte, vor. Dabei entfernt er ein Hautstück von rund zwei Zentimetern Länge, um den darunter befindlichen Knorpel freizulegen. Danach wird der Knorpel neu geformt, sodass sich die Ohrmuschel dem Kopf annähert.
Zur Verkleinerung des Ohrs führt der Chirurg einen Schnitt an der Oberkante des Ohrs durch. Um den Knorpel freizulegen, wird die Haut teilweise von der Vorderfläche des Ohrs gelöst. Danach schneidet der Chirurg ein keilförmiges Stück aus dem oberen Bereich der Ohrmuschel heraus und formt diese anschließend neu. Als nächsten Schritt legt der behandelnde Arzt die Haut wieder auf den Knorpel auf und passt sie an die neue Form des Ohrs an. Falls nötig, lässt sich auch das Ohrläppchen verkleinern. Nach Abschluss des Eingriffs erhält der Patient einen Verband, um das Ohr in seiner neuen Form zu stabilisieren. Dieser muss ca. eine Woche lang getragen werden. Im Anschluss daran bekommt der Patient ein spezielles Stirnband, das in der Nacht angelegt wird. Da die Narben an unauffälligen Stellen liegen, treten sie später kaum in Erscheinung.
Zu den typischen Nachwirkungen einer Ohrkorrektur gehören Schwellungen, Blutergüsse und Schmerzen, die aber nach ein paar Tagen wieder abklingen. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Komplikationen wie Infektionen, Embolien oder Thrombosen.
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