8. März 2010
Wer seine Lippen vergrößern lassen möchte, um ihnen zu einem besseren Aussehen zu verhelfen, kann eine Lippenkorrektur vornehmen lassen. Dabei werden die Lippen zumeist mit verschiedenen Füllmaterialien unterspritzt.
Um während der Lippenkorrektur überflüssige Komplikationen zu vermeiden, ist es wichtig im Vorfeld einige Dinge zu beachten. So sollte man auf Alkohol oder blutverdünnende Medikamente wie z.B. Aspirin, das Acetylsalicylsäure enthält, verzichten. Da auch Nikotin die Wundheilung negativ beeinflussen kann, ist es ratsam von dem Genuss von Zigaretten vor und nach der Lippenkorrektur abzusehen.
Bei einer Lippenkorrektur unterscheidet man zwischen einem Lip-Lift und dem Aufpolstern der Lippe. Beim Lip-Lift entfernt der behandelnde Chirurg ein Stück Hautgewebe über der Lippe und zieht die Lippe selbst etwas weiter nach oben. Auf diese Weise können die Haut gestrafft und Falten geglättet werden. Das Lip-Lift hat eine deutliche längere Wirkung als die Aufpolsterung, ist allerdings auch aufwendiger und erfordert eine längere Heilungsdauer. Bei der Aufpolsterung der Lippen unterscheidet man wiederum zwischen einer operativen Gewebeunterfütterung und dem Unterspritzen mit unterschiedlichen Füllmaterialien. Bei einer Gewebeunterfütterung, die unter Vollnarkose durchgeführt wird und etwa eine Stunde in Anspruch nimmt, werden die Lippen mit Haut- und Gewebeteilen aus anderen Körperregionen wie dem Gesäß oder dem Bauch vergrößert.
Wesentlich weniger Aufwand erfordert die Unterspritzung der Lippen, die sich unter örtlicher Betäubung durchführen lässt und nur ein paar Minuten in Anspruch nimmt. Dabei wird das Volumen der Lippen mit unterschiedlichen Füllstoffen vergrößert. Zum Einsatz kommen dazu sowohl natürliche als auch synthetische Stoffe. Die natürlichen Stoffe haben den Nachteil, dass sie schnell vom Körper absorbiert werden und ihre Wirkungsdauer relativ begrenzt ist. Synthetische Stoffe haben dagegen eine längere Wirkungsdauer, bergen aber die Gefahr einer allergischen Reaktion in sich. Zu den natürlichen Substanzen gehören Hyaluronsäure, Kollagen und Eigenfett, das dem eigenen Körper vor der Unterspritzung entnommen wird. Durch das Eigenfett sind Komplikationen oder Allergien nahezu ausgeschlossen, doch seine Wirkung ist nur von kurzer Dauer. Synthetische Füllstoffe bestehen zumeist aus verkapselten, kleinen Kunststoffkügelchen und verbleiben dauerhaft in den Lippen. Als Materialien kommen vor allem Silikonpolymer und Artecoll zum Einsatz.
Nach erfolgter Lippenkorrektur ist es ratsam, sich ein paar Tage zu schonen und keinen Druck auf die Lippen auszuüben. Auch sportliche Aktivitäten sollten vorerst vermieden werden. Eine Lippenvergrößerung gilt als relativ risikoarm. Mögliche Probleme können Rötungen, kleinere Blutergüsse und Schwellungen sein. Bei unsachgemäßer Unterspritzung besteht zudem die Gefahr von zu voluminösen oder auch asymmetrischen Lippen. Werden künstliche Füllstoffe unterspritzt, kann es manchmal zu allergischen Reaktionen kommen.
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