Lippenbandpiercing Artikel
Piercing am Lippenbändchen
Von Sarah Cramer
Das Lippenbandpiercing ist nicht so stark verbreitet wie Bauchnabelpiercings, Nasenpiercings und dergleichen. Einige Leute haben sogar noch gar nichts von der Möglichkeit, sein Lippenband piercen zu lassen, gehört.
Sicherlich gibt es sogar Leute, die sich nicht mal sicher sind, was das Lippenband eigentlich genau ist und wo es sitzt. Falls Sie zu diesen Leuten gehören, soll an dieser Stelle ihre Wissenslücke gefüllt werden. Die Lippenbänder sind die Hautlappen zwischen Zahnfleisch und Lippe. Wenn man mit seiner Zunge am oberen Zahnfleisch direkt über den Vorderzähnen entlang geht, ist das obere Lippenband gut zu spüren.
Ist von einem Lippenbandpiercing die Rede, ist in der Regel das obere Lippenband gemeint, auch wenn ein Piercing am unteren Lippenband genauso möglich ist. Zur Stechung eines Piercings kommt es am unteren Lippenband aber nur sehr selten.
Als Lippenbandpiercing wird für gewöhnlich ein Ring mit einer Kugel oder einem Steinchen verwendet. Alternativ können auch reine Ringe ohne Kugel oder Stein verwendet werden. Zudem besteht die Möglichkeit sich einen Stab als Piercing einsetzen zu lassen, sodass kein Teil des Piercings in Kontakt mit den Zähnen kommt.
Die Zähne sind auch gleich das Stichwort zum Thema Nachteile bzw. Risiken eines Lippenbandpiercings. Es kann zu Zahnschäden aber auch zu Schäden des Zahnfleisches kommen. Um das Risiko hierfür zu senken, werden Piercings empfohlen, deren Kugeln auf der Innenseite abgeflacht sind. Noch besser sind sicherlich Piercings ohne Kugel.
Weitere Risiken sind, dass das Piercing rausgerissen werden oder sogar raus wachsen kann. Dies sind allerdings keine spezifischen Risiken eines Lippenbandpiercings, sondern können bei fast jedem Piercing auftreten.
Das Stechen selber ist in der Regel nicht so unangenehm wie an anderen Stellen. Da das Lippenband sehr dünn ist und kaum Nerven vorhanden sind, spüren viele Leute das Stechen überhaupt nicht. Andere schildern lediglich ein leichtes Stechen. Die Empfindung des Stechens hängt aber sicherlich von dem jeweiligen Schmerzempfinden der betroffenen Person ab. Wenn es zu einer Blutung kommt, ist diese meist schwach und geht schnell vorüber.
Vollkommen abgeheilt ist die gepiercte Stelle in 1 bis 2 Wochen. Empfohlen wird, in dieser Zeit zwischendurch den Mund mit Kamillentee zu spülen, um einer Entzündung vorzubeugen.