17. April 2008
Von Annett Biermann
Der Begriff Fett-Weg-Spritze hört sich wie ein Wundermittel an. Dem ist aber nicht so. Mit einer Fett-Weg-Spritze kann man auf alle Fälle nicht abnehmen, da sie nicht für große Flächen oder überhaupt Dickleibigkeit geeignet ist. Vielmehr ist sie eher für Körperregionen gedacht, an denen sich hartnäckig Fettpölsterchen halten.

Die Fett-Weg-Spritze ist bloß für kleine, hartnäckige Fettpölsterchen vorgesehen
Es gibt beispielsweise viele sportliche Menschen oder auch allgemein schlanke Menschen, die aber trotzdem ihre Problemzonen haben, obwohl der Rest des Körpers kein Gramm Fett zu viel aufweist. Für solche Menschen gibt es die Fett-Weg-Spritze.
Die Fett-Weg-Spritze wurde Mitte der 90er-Jahre entwickelt und beseitigt Fett schonend und schnell. Das Ergebnis der Behandlung ist gleichzeitig von Dauer. Sie wird vorwiegend in den Bereichen Bauch, Beine und Po eingesetzt. Reiterhosen, Hüftringe und Cellulite werden mit der Fett-Weg-Spritze behandelt. Weiterhin kann sie gegen ein Doppelkinn eingesetzt werden. Es ist aber auch möglich, eine ganze Reihe weiterer Fettansammlungen an anderen Körperstellen zu behandeln.
Der Wirkstoff der Fett-Weg-Spritze ist Phosphatidylcholin. Das ist das in der Sojabohne enthaltene Lecithin. Lecithin ermöglicht ein Verbinden von Wasser und Fett und erhöht den Zellstoffwechsel. So wird das Fett aus den Zellen transportiert. Der Wirkstoff Phosphatidylcholin ist in Deutschland noch nicht zugelassen, wird aber trotzdem angewandt. Die Krankenkassen übernehmen demzufolge die Kosten der Behandlung nicht.
Ernsthafte Nebenwirkungen bei der Anwendung des oben genannten Wirkstoffes sind bisher nicht bekannt. Die meisten auftretenden Beschwerden sind Jucken, Brennen oder eine leichte Rötung der Einstichstelle, auch Blutergüsse treten oft auf. Die Symptome verschwinden aber innerhalb der nächsten Stunden bis Tage.
Um das richtige Ergebnis der Fett-Weg-Spritze zu erzielen, sind höchstens 4 Anwendungen nötig. Diese werden im Abstand von 2 bis 3 Wochen durchgeführt. Das Medikament wird direkt in das Fettgewebe gespritzt. Die Behandlung dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten. Vor der Behandlung sollte auf alle Fälle ein ausführliches Arztgespräch stattfinden. Während der Behandlung ist man wach und kann ständig den Fortschritt der Behandlung verfolgen. Manchmal wird die zu behandelnde Stelle betäubt. Der Patient kann auf Wunsch ebenfalls ein leichtes Beruhigungsmittel erhalten.
Die Behandlung ist wenig schmerzhaft. Da es sich hierbei um das Einbringen eines Medikamentes mit Hilfe einer Nadel handelt, ist es mit dem Verabreichen einer Spritze vergleichbar. Es werden dünne Nadeln verwendet. Das Einspritzen des Medikamentes erfolgt an mehreren Stellen.
Nach der Behandlung sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Der Kreislauf sollte geschont, auf Solarium, Schwimmbad, Vollbäder und intensiven Sport sollte verzichtet werden. Auf was Sie achten müssen, wird Ihnen der Arzt im Behandlungsgespräch mitteilen.
Leider wird auch in diesem Artikel nicht darauf hingewiesen, dass das ganze nicht wenig schmerzhaft ist. Pro Behandlung sind ca.30 Nadelstiche...
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