5. März 2010
Um dem Gesicht wieder zu einem jugendlicheren Aussehen zu verhelfen, kann ein Facelifting durchgeführt werden. Dabei erfolgt eine operative Straffung der Gesichtshaut.
Vor der Durchführung des Faceliftings führt der behandelnde Plastische Chirurg ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Patienten, in dessen Verlauf er ihn über die Vorgehensweise, Erfolgsaussichten und möglichen Risiken des operativen Eingriffs aufklärt. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die zu operierende Person in einem guten gesundheitlichen Zustand ist. Im Vorfeld der Operation sollte auf den Konsum von Alkohol und Nikotin verzichtet werden, da diese Genussmittel die Durchblutung der Haut beeinträchtigen und somit die Wundheilung erschweren können. Auch bestimmte Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Cumarine müssen unter Umständen vor dem Facelifting abgesetzt werden, was mit dem behandelnden Arzt abzuklären ist.
Welche Operationsmethoden bei einem Facelifting zur Anwendung kommen, hängt von den Wünschen des Patienten und dessen individuellen Voraussetzungen ab. Dies wird im Vorfeld bei einem Beratungsgespräch abgeklärt. Bei geringer oder mittelgradiger Erschlaffung der Gesichtshaut sowie der mimischen Muskulatur kommt das so genannte kleine Facelift, das auch als MACS-Facelift (Minimal Access Cranial Suspension) oder Mini-Facelift bezeichnet wird, zur Anwendung. Es hat den Vorteil, dass es nur zu sehr kleinen und unauffälligen Narben kommt, da der Hautschnitt am Haaransatz der Schläfe verläuft. Die Dauer des kleinen Faceliftings beträgt etwa 90 Minuten bis drei Stunden. Dabei erhält der Patient eine lokale Betäubung und wird in einen Dämmerschlaf versetzt. Zumeist erfolgt der Eingriff ambulant, in manchen Fällen ist aber auch ein kurzer Klinikaufenthalt erforderlich.
Eine weitere Methode zur Gesichtsstraffung ist das SMAS-Facelift (Superficial Musculo Aponeurotic System), das jedoch mehr Aufwand erfordert als das kleine Facelifting. Dabei trennt der Chirurg die Haut von der Bindegewebsschicht, die sich unter ihr befindet. Danach wird eine Straffung und neue Modellierung des Bindegewebes und der Muskeln durchgeführt. Manchmal entfernt der Chirurg dabei auch überschüssiges Haut- und Fettgewebe. Anschließend wird die Gesichtshaut in eine neue Position versetzt und vernäht. In der Regel verläuft der Schnitt hinter dem Haaransatz von einem Ohr zum anderen. Das SMAS-Facelift kann zwischen zwei und fünf Stunden dauern. Neben einer Vollnarkose sind auch ein oder zwei Tage Klinikaufenthalt für den Patienten erforderlich. Zusätzlich zur Straffung des Gesichts können weitere Eingriffe durchgeführt werden, um z.B. Falten am Hals zu glätten oder die Augenbrauen anzuheben.
Nach der Operation ist es ratsam, für die Dauer von vier Wochen auf schwere körperliche Arbeit und sportliche Aktivitäten zu verzichten. Leichte Bewegung ist dagegen zu begrüßen, da sie den Heilungsverlauf beschleunigt. Nach rund 12 – 14 Tagen werden die Fäden vom Hausarzt entfernt. Um den Heilungsprozess zu beobachten und möglichen Komplikationen entgegen zu wirken, müssen regelmäßig Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt werden.
In der Regel verlaufen die meisten Faceliftings erfolgreich und zur Zufriedenheit der Patienten. Den natürlichen Alterungsprozess kann jedoch auch das Facelifting nicht aufhalten. Im Laufe der Zeit altert die Gesichtshaut weiter und es kommt erneut zur Bildung von Falten.
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