4. März 2010
Um Beschwerden, die von zu großen Brüsten verursacht werden wirksam zu behandeln, kann eine Brustverkleinerung hilfreich sein. Vor dem Eingriff müssen jedoch einige Voruntersuchungen erfolgen.
Bevor die Brustverkleinerung durchgeführt wird, sind einige Voruntersuchungen nötig. So erfolgt vor dem Eingriff eine Brustkrebsvorsorgeuntersuchung. Die Brüste werden dabei mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgenstrahlen auf mögliche Knötchen untersucht. Darüber hinaus erfolgt auch eine ausführliche Beratung der Patientin über den Verlauf der Operation und mögliche Risiken. Vor und nach dem Eingriff sollte die Patientin auf Nikotin und Alkohol verzichten, um Komplikationen bei der Wundheilung zu vermeiden. Zudem kann es erforderlich sein, bestimmte blutgerinnende Medikamente wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure (ASS) oder Cumarine abzusetzen. Des Weiteren sollte die Patientin in einem guten gesundheitlichen Zustand sein.
Durchgeführt wird die operative Brustverkleinerung unter Vollnarkose. Die Länge des Eingriffs liegt bei ungefähr zwei bis drei Stunden. Danach ist ein Krankenhausaufenthalt von ca. drei bis acht Tagen notwendig. Bei der Ausführung der Operation hängt es von der Form und der Größe der Brüste ab, welche Schnitttechnik der Plastische Chirurg anwendet.
Grundsätzlich sollen überflüssige Hautlappen und überschüssiges Fettgewebe entfernt werden. Dazu wird in der Regel zunächst ein Schnitt am Rande des Brustwarzenhofs ausgeführt. Dadurch wird die Brustwarze vom umliegenden Gewebe getrennt und etwas weiter oben wieder eingesetzt. Damit die Brustwarze auch optisch gut zur neuen Form der Brust passt, wird sie zumeist verkleinert. Nach diesem Schnitt wird ein weiterer Schnitt durchgeführt, der senkrecht von der Brustwarze nach unten führt. Danach setzt der Chirurg den Schnitt an der Brustfalte fort, sodass ein Schnitt in L- oder umgekehrter T-Form entsteht. Danach erfolgt die Verkleinerung des Drüsengewebes auf eine vorher festgelegte Größe. Dabei können auch mögliche Asymmetrien der Brüste ausgeglichen werden. Zusammen mit der Brustwarze wird die Brustdrüse neu positioniert. Außerdem werden die Haut gestrafft und überflüssige Hautlappen entfernt. Danach vernäht der Chirurg die Brust in ihrer neuen Form. Nach der Operation werden oftmals Drainagen angelegt, damit das Blut und die Wundflüssigkeit ablaufen können. Nach ein paar Tagen entfernt man die Drainagen dann wieder. Zu Stabilisierung der Brust erfolgt nach der OP das Anlegen eines straffen Verbands. Diesen ersetzt man nach einigen Tagen durch einen speziellen BH.
Da es sich bei der Brustverkleinerung um einen relativ großen Eingriff handelt, können in der nachfolgenden Zeit Wundschmerzen, Blutergüsse und Schwellungen an den operierten Stellen auftreten. Darüber hinaus können die Haut und die Brustwarzen einige Wochen lang berührungsempfindlich reagieren. Für einen Zeitraum von etwa sechs Wochen ist es ratsam, dass die Patientin einen gut sitzenden BH trägt und auf sportliche Aktivitäten verzichtet. Darüber hinaus sollten die Brüste nicht durch zu starke Bewegungen beansprucht werden. Die Fäden werden in der Regel zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff wieder entfernt. Um die Wundheilung zu fördern, ist es ratsam, sich mit einer speziellen Salbe regelmäßig einzucremen. Außerdem sind einige Nachuntersuchungen erforderlich.
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